Ryan Cohen, Vorstandsvorsitzender des Videospiele-Händlers GameStop, hat in einem Interview des Podcasts „TBPN“ konkrete Pläne für den Fall einer erfolgreichen Ebay-Übernahme skizziert. Im Mittelpunkt: ein radikaler Personalabbau. „Sie haben 11.500 Beschäftigte – und das ergibt keinen Sinn“, sagte Cohen. Im Extremfall könne er das Geschäft von seinem eigenen Zuhause aus führen. Je größer ein Unternehmen, desto langsamer werde es – Kostensenkungen sieht er als einzigen Weg zu mehr Effizienz.
Milliarden-Angebot mit offenen Finanzierungsfragen
Am vergangenen Wochenende hatte Gamestop ein Übernahmeangebot für Ebay im Wert von rund 56 Milliarden Dollar vorgelegt. Nach Cohens Angaben soll die Transaktion zur Hälfte in bar und zur Hälfte in Aktien abgewickelt werden. Die genaue Finanzierungsstruktur ist bislang jedoch unklar. Um allein den Aktienanteil von 28 Milliarden Dollar zum aktuellen Kurs zu stemmen, müsste GameStop erhebliche Mengen neuer Aktien ausgeben. Cohen sprach nun von einer „Bündelung der Aktien beider Unternehmen“.
Zum Vergleich: Ebay beschäftigte laut eigenen Angaben Ende vergangenen Jahres rund 12.300 Mitarbeiter:innen, davon 7.200 in den USA. GameStop ist gemessen am Umsatz deutlich kleiner als Ebay.
Cohen formulierte seine Ziele unmissverständlich: „Ich will Ebay besitzen. Ich will Ebay führen. Ich will, dass es mein Baby ist.“ Strategisch soll eine Kombination beider Unternehmen einen schlagkräftigeren Konkurrenten zum weltgrößten Online-Händler Amazon ergeben.
Artikelbild: https://www.depositphotos.com
Christoph Pech
Christoph schreibt über KI, digitale Innovationen und Payment-Lösungen – immer mit einem Blick auf smarte Technologien.
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