Der Gesamtverband der deutschen Textil- und Modeindustrie schlägt Alarm: Täglich erreichen rund 400.000 Pakete aus Drittstaaten Deutschland – häufig gestückelt, unter der Zollfreigrenze von 150 Euro und oft ohne ausreichende Kontrolle. Dies verschärfe die Wettbewerbsverzerrung durch asiatische Billiganbieter, die vor allem über Plattformen wie Temu und Shein verkaufen.

„Wettbewerb belebt das Geschäft – aber nur unter fairen Bedingungen. Es ist höchste Zeit, dass für alle Marktteilnehmer dieselben Regeln gelten“, betont Dr. Uwe Mazura, Hauptgeschäftsführer des Verbands laut Fashionnetwork. Die derzeitige Situation gefährde nicht nur qualitätsorientierte Hersteller, sondern auch die Glaubwürdigkeit europäischer Regulierung.

Obwohl die Bundesregierung Anfang 2025 einen Aktionsplan E-Commerce veröffentlicht hat und die EU-Kommission seit über einem Jahr mögliche Sanktionen prüft, fehlt es laut dem Verband an Fortschritten.

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