Stellenabbau statt Aufschwung? Unternehmen blicken pessimistisch auf 2026

Veröffentlicht: 04.11.2025
imgAktualisierung: 04.11.2025
Geschrieben von: Hanna Hillnhütter
Lesezeit: ca. 1 Min.
04.11.2025
img 04.11.2025
ca. 1 Min.
Pfeil zeigt nach unten
exploderasi / Depositphotos.com
Das Jahr 2026 könnte erneut schwierig für die deutsche Wirtschaft werden. Jeder dritte Betrieb plant einen Stellenabbau.


Eine Konjunkturumfrage des Instituts der Deutschen Wirtschaft Köln (IW) hat gezeigt, dass es immer noch schlecht um die deutsche Wirtschaft steht. 36 Prozent der befragten Unternehmen planen im kommenden Jahr Stellen zu streichen, lediglich 18 Prozent wollen neue Jobs schaffen, wie die WirtschaftsWoche berichtet. 

Industrie besonders betroffen

Besonders Industrieunternehmen sind von der schwachen Wirtschaft betroffen. 41 Prozent der befragten Industrieunternehmen gaben an, Stellen abbauen zu wollen. Nur jede siebte Industriefirma plant, neue Arbeitsplätze zu schaffen. 

Die Bundesregierung rechnet nach zwei Jahren ohne Wirtschaftswachstum für das laufende Jahr allenfalls mit einem minimalen Wachstum. Nachdem im Frühjahr ein Minus verzeichnet wurde, stagnierte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im dritten Quartal. Im kommenden Jahr erwartet die Bundesregierung ein Plus von 1,3 Prozent. Vor allem die milliardenschweren Staatsausgaben für Infrastruktur, Klima und Verteidigung sollen für einen Schub sorgen. 

Getrübte Geschäftserwartungen der Unternehmen 

Die Geschäftserwartungen der Unternehmen für das Jahr 2026 sind verhalten. Lediglich ein Viertel der befragten Unternehmen gab an, dass sie mit einem Aufschwung rechnen. Ein Drittel geht von einem Rückgang aus. 

Vor allem die Produktionserwartungen der Industrie sind negativ. Handelskonflikte und geopolitische Verwerfungen beeinträchtigen die deutsche Industrie. Auch Gefahren für die Rohstoff- und Materialversorgung sowie hohe Energie-, Regulierungs- und Arbeitskosten sorgen für schlechte Aussichten.

Im Zuge der Analyse hatte das IW im Oktober 1.915 Unternehmen befragt. 

Artikelbild: http://www.depositphotos.com

Veröffentlicht: 04.11.2025
img Letzte Aktualisierung: 04.11.2025
Lesezeit: ca. 1 Min.
Artikel weiterempfehlen
Hanna Hillnhütter

Hanna Hillnhütter

Hanna hat die juristischen Entwicklungen im Blick – mit Fokus auf Abmahnungen, Wettbewerbsrecht und aktuelle EU-Verordnungen.

KOMMENTARE
2 Kommentare
Kommentar schreiben

cf
04.11.2025

Antworten

Hinzu kommen noch immer mehr gesetzliche Anforderungen, die es Unternehmen in der EU zunehmend unmöglich machen ihre Preise gegen ausländische Konkurenz auch nur annähernd zu halten. Und dann streichen die Unternehmen noch die "einfachen" Stellen durch Ki-Einsatz und erhöhen ihre Gewinne, während der Staat die Arbeitslosen bezahlen muss, ohne dass die Unternehmen für die durch den Ki-Einsatz gestrichenen Stellen einen ersatzweise veranlagten Sozialversicherungsbeitrag zahlen müssten. Aber ob das irgendwann mal offiziell bemerkt wird?
Sandra
05.11.2025
kann man doch total verstehen. Wunderbar! Was gibts denn besseres als Unternehmen, Personal UND Lohnnebenkosten zu sparen?? Wenn nicht der Mindestlohn schon wieder steigen würde, gäbe es auch Möglichkeiten, neue Leute einzustellen. Aber ganz ehrlich? Bei den Leute kommt es eh nicht an, warum soll man denn neue Stellen schaffen, nur damit der Staat noch mehr Einnahmen hat?? Um noch mehr im Ausland zu verteilen oder die Arbeitslosigkeit zu fördern??? Nein, dann werden halt die Stunden noch weiter runtergeschraubt von den Leuten und gut ist. Aber neue Jobs entstehen dadurch ganz sicher nicht. Und der Staat ("der die ganzen Arbeitslosen bezahlt") zahlt es eben NICHT, sonder Du, ich, wir alle - alle die, die arbeiten gehen und Steuern zahlen.