OnlinehändlerNews: Anne, was hättest du beim Start deines Handmade-Businesses gern früher gewusst?
Anne: Ich hätte mir gewünscht, dass mir jemand ehrlich sagt: Starte lieber nicht mit der Kleinunternehmerregelung. Damals dachte ich, es sei einfacher, „erst mal klein zu bleiben“ – aber rückblickend hat es mich eher ausgebremst. Ohne ausgewiesene Mehrwertsteuer war ich für viele Einzelhändler*innen unattraktiv, weil sie keine Vorsteuer ziehen konnten. Der Einstieg in den Wiederverkauf – z. B. in Concept-Stores – wurde dadurch deutlich schwieriger.
Außerdem konnte ich anfangs viele Investitionen nicht steuerlich geltend machen, obwohl ich viel Geld in Materialien, Technik und Messeteilnahmen gesteckt habe.
Heute sage ich: Wer von Anfang an ernsthaft verkaufen will – auch an Wiederverkäufer – sollte sich gut beraten lassen und mitdenkende Profis an der Seite haben. Und nicht aus reiner Angst vor Papierkram auf die falsche Rechtsform setzen.
Das Gefühl, noch nicht perfekt zu sein, hatte ich natürlich auch – aber ich habe ziemlich schnell gemerkt: Wenn ich darauf warte, perfekt zu sein, starte ich nie.
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