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Shopsysteme 2025: Kontrolle, Kosten und Daten – worauf Händler jetzt achten sollten

Veröffentlicht: 21.10.2025
imgAktualisierung: 21.10.2025
Geschrieben von: Redaktion
Lesezeit: ca. 3 Min.
21.10.2025
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ca. 3 Min.
Shopsystem Check
Erstellt mit ChatGPT
Der Online-Handel wächst, doch viele Händler geraten in technische und wirtschaftliche Abhängigkeiten. Wir zeigen, worauf es ankommt.


Der deutsche Online-Handel bleibt auch im Jahr 2025 auf Wachstumskurs. Laut dem aktuellen Online-Monitor 2025 des Handelsverbands Deutschland (HDE) steigt der Umsatz im laufenden Jahr um 4 % auf rund 92,4 Milliarden Euro. Bereits im Jahr 2024 legte der Markt um 3,8 % zu, und der Online-Anteil am gesamten Einzelhandel wuchs auf 13,4 %. Gleichzeitig zeigen die Zahlen: Mehr Umsatz bedeutet auch eine größere Abhängigkeit von Plattformen und Anbietern.

Viele Händler betreiben ihre Shops über SaaS-Systeme (Software as a Service). Diese versprechen schnelle Implementierung, automatische Updates und geringen Wartungsaufwand – doch mit dem Komfort wächst auch die Bindung an den Anbieter.

SaaS – bequem, aber mit Nebenwirkungen

SaaS-Plattformen sind ideal für den Einstieg. Doch sobald ein Shop wächst, wird deutlich: Preismodelle, Lizenzbündel und Schnittstellenzugänge können sich jederzeit ändern.  

Laut einer europäischen Erhebung des Marktforschungsunternehmens Gartner fühlen sich 62 % der Unternehmen „stärker als gewünscht“ von SaaS-Anbietern abhängig.  

Der Flexera 2025 State of the Cloud Report, erhoben im Winter 2024 und veröffentlicht Anfang 2025, zeigt ebenfalls eine klare Tendenz: 84 % der Unternehmen nennen Kostenkontrolle als größte Herausforderung. Im Durchschnitt stiegen die Cloud- und SaaS-Budgets binnen zwei Jahren um rund 25 %. Für das Jahr 2025 erwarten die Befragten einen weiteren Anstieg um +28 %.  

Für Händler bedeutet das: Wer Systeme allein nach Bequemlichkeit auswählt, riskiert finanzielle und operative Abhängigkeiten.

Datenschutz als Vertrauenswährung

Nicht nur Kosten, auch Vertrauen prägen Kaufentscheidungen. Die im Frühjahr 2025 veröffentlichte „Cisco Data Privacy Benchmark Study 2025“ belegt: 95 % der befragten Organisationen berichten, dass Kundinnen und Kunden nicht bei Unternehmen kaufen, denen sie beim Datenschutz nicht trauen. In Deutschland bestätigen das 66 % der Verbraucher, weltweit sind es 75 %

Zudem halten 90 % der Unternehmen eine lokale Datenspeicherung für sicherer. Die TÜV-Cybersecurity-Studie 2025 zeigt, dass 79 % der Betriebe ihre Daten ausschließlich in der Europäischen Union (EU) speichern – ein Plus von 6 Prozentpunkten gegenüber 2023. 

Datenschutz wird damit zu einem echten Wettbewerbsfaktor: Wer Datenhoheit glaubwürdig lebt, punktet bei Vertrauen, Conversion und Markenwert.

Offene und hybride Systeme gewinnen an Boden

Das EHI Retail Institute sieht bei großen Online-Händlern in der DACH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz) einen klaren Trend: Über 40 % planen mittelfristig den Umstieg auf offene oder hybride Systemarchitekturen.

Das Ziel ist nicht, SaaS abzulösen, sondern Kontrolle zurückzugewinnen – über Daten, Schnittstellen und Integrationen.

Offene Systeme lassen sich an Unternehmensprozesse anpassen, bieten DSGVO-Transparenz (Datenschutz-Grundverordnung) und verhindern den vollständigen Lock-in bei einem Anbieter. Besonders hybride Ansätze – eigene Datenhaltung kombiniert mit Managed-Hosting-Service – gelten aktuell als praktikabler Mittelweg.

Whitepaper zeigt Handlungsoptionen

Ein aktuelles Whitepaper mit dem Titel „Kontrolle vs. Kompromiss im E-Commerce“ greift diese Entwicklungen auf.

Es erklärt, wie Händler Abhängigkeiten erkennen, bewerten und vermeiden können, und zeigt praxisnah, welche Architekturvarianten sich für verschiedene Wachstumsphasen eignen. Neben Vergleichstabellen enthält das Dokument Handlungsempfehlungen zu:  

Vier Fragen, die sich Händler jetzt stellen sollten

  • Wo liegen meine Kundendaten – und wer kontrolliert sie?  
  • Sind Preise und Funktionsumfänge langfristig abgesichert?  
  • Wie stark ist mein System mit externen Plattformen verflochten?  
  • Was kostet mich ein Wechsel wirklich – in Bezug auf Zeit, Daten und Umsatz?  

Diese Fragen entscheiden darüber, ob ein Shop flexibel bleibt oder sich langfristig selbst blockiert.

Fazit: Kontrolle ist kein Widerspruch zu Wachstum

SaaS wird auch im Jahr 2026 eine wichtige Rolle spielen – aber mit klareren Erwartungen. Wer heute über Systemarchitektur nachdenkt, sollte den Fokus weniger auf kurzfristige Bequemlichkeit und mehr auf Stabilität, Datenhoheit und Planbarkeit legen.  

Das aktuelle Whitepaper liefert dafür die Faktenbasis: Es zeigt, dass digitale Souveränität nicht das Gegenteil von Effizienz ist, sondern ihre Voraussetzung.

Veröffentlicht: 21.10.2025
img Letzte Aktualisierung: 21.10.2025
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