Retouren-Streit: Gegen diesen Online-Händler ermittelt jetzt die Staatsanwaltschaft

Veröffentlicht: 17.03.2025
imgAktualisierung: 17.03.2025
Geschrieben von: Hanna Hillnhütter
Lesezeit: ca. 2 Min.
17.03.2025
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Kletterausrüstung
VadimVasenin / Depositphotos.com
Kund:innen warten auf ihre Ware oder auf die Geldrückzahlung nach einer Retoure. Jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen Exxpozed.


Gegen den Outdoor-Shop Exxpozed ermittelt die Staatsanwaltschaft Kempen. Grund dafür sind Retouren, die nicht erstattet wurden und Ware, die nicht versendet wurde, wie das Manager-Magazin berichtet. Es ist nicht das erste Mal, dass der Händler in den Fokus der Strafverfolgungsbehörde gerät. Bereits im Juli 2024 wurde gegen Exxpozed ermittelt. Damals wurde das Verfahren eingestellt, da ein Vorsatz nicht nachgewiesen werden konnte. 

Kund:innen schildern schlechte Erfahrungen

Auf Google und weiteren Bewertungsportalen finden sich zahlreiche schlechte Bewertungen über den Shop. Kund:innen schildern, dass sie teilweise seit mehreren Monaten auf ihre Erstattung nach einer Retoure warten. Zudem wird berichtet, dass Ware seit mehreren Wochen nicht geliefert wird. Dabei häufen sich auch Berichte darüber, dass der Kundenservice das Problem nicht lösen konnte, oder erst niemand über den Kundenservice erreicht wurde. 
Einige Kund:innen gaben an, dass sie erst nach einem juristischen Mahnverfahren ihre Erstattung ausgezahlt bekommen haben. 

Staatsanwaltschaft Kempten ermittelt

Wegen der Vielzahl der Beschwerden und Anzeigen gegen den Online-Händler, ermittelt nun die Staatsanwaltschaft Kempten. Gegenüber dem Manager-Magazin teilte die Staatsanwaltschaft mit, es seien „mehrere Vorgänge anhängig, denen gleichgelagerte Anzeigen zu Grunde liegen“. Bei diversen Polizeibehörden im Bundesgebiet seien Anzeigen eingegangen, die nun gebündelt bearbeitet werden. Momentan gehe man dem Anfangsverdacht des Betrugs oder der Unterschlagung nach.

Bereits im Sommer 2024 hatte die Staatsanwaltschaft Ermittlungen gegen Exxpozed aufgenommen, nachdem einige Strafanzeigen gegen den Inhaber Andreas Bindhammer eingegangen waren. Damals wurde das Verfahren eingestellt, da kein Vorsatz nachgewiesen werden konnte. Bindhammer verwies auf eine Krankheitswelle von Mitarbeiter:innen, weswegen es zu einem „Rückstau“ von Retouren kam. 

Wir haben Exxpozed zu dieser Thematik angefragt und um ein Statement gebeten. Sobald wir dieses erhalten, wird es an dieser Stelle veröffentlicht. 

Artikelbild: http://www.depositphotos.com

Veröffentlicht: 17.03.2025
img Letzte Aktualisierung: 17.03.2025
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Hanna Hillnhütter

Hanna Hillnhütter

Hanna hat die juristischen Entwicklungen im Blick – mit Fokus auf Abmahnungen, Wettbewerbsrecht und aktuelle EU-Verordnungen.

KOMMENTARE
2 Kommentare
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Jörg Friedrich
19.03.2025

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Es sind nicht immer die Händler. Es sind teilweise auch diese verdammten deutschen Kunden, die es lieben Pakete zu bekommen und noch vor der Öffnung der Pakete nach einem Rücksendeschein krähen !Die Kunden sind auch mit das Problem das gesunde Unternehmen durch Rücksendungen mit Arbeit zumüllen anstatt einfach einmal vor dem Kauf genau die Artikelbeschreibungen durchzulesen.
Christina G.
18.03.2025

Antworten

Warum wird eigentlich nicht mal die Seite der Händler betrachtet? Ich bin selbst Onlinehändler und werde ständig von Kunden betrogen, weswegen mir schon Geld im mittleren 4stelligen Bereich fehlt! Waren, die bestellt, aber nie bezahlt wurden. Gebrauchte Waren, die einfach zurückgeschickt werden und und und. Es wird ENDLICH mal Zeit, auch die Kunden in die Verantwortung zu nehmen!! Das kann doch so für uns Onlinehändler nicht weitergehen. Außerdem schadet diese scheiß Retourniererei wegen Banalitäten den Händlern dermaßen! Und KEINER schützt die Händler. Betrüger sollten natürlich nicht in Schutz genommen werden, aber immer gleich auf die Händler einzuschlagen finde ich total daneben!