Pläne bestätigt: DM startet eigene Online-Apotheke

Veröffentlicht: 15.01.2025
imgAktualisierung: 15.01.2025
Geschrieben von: Hanna Behn
Lesezeit: ca. 1 Min.
15.01.2025
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DM-Logo an einer Filiale
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Der Drogeriemarkt plant, noch im Laufe dieses Jahres eine Online-Apotheke zu eröffnen.


Der Markt für den Online-Bezug von apothekenpflichtigen Medikamenten wächst. Auch der Drogeriemarkt DM will dabei künftig eine entscheidende Rolle spielen: In einem Interview mit der FAZ bestätigte Unternehmenschef Christoph Werner jetzt konkrete Pläne für den Verkauf rezeptfreier Produkte, die jedoch apothekenpflichtig sind.

Bereits Ende des vergangenen Jahres gab es Hinweise auf dieses Vorhaben von DM. Die Produkte sollen demnach aus Tschechien nach Deutschland verschickt werden.

Start ab Mitte des Jahres

„Wir werden nicht verschreibungspflichtige OTC-Produkte online anbieten, die Kunden bisher nur in der Apotheke kaufen konnten“, erklärte Werner. OTC steht für „over the counter“ – also „über die Ladentheke“. Bislang ist der Vertrieb dieser Produkte Apotheken vorbehalten.

Es sei nicht das Ziel, anderen Apotheken Konkurrenz zu machen, so Werner weiter. Man wolle stattdessen einen eigenen Beitrag für eine erschwingliche Versorgung mit Gesundheitsprodukten in Deutschland leisten. Damit dies zuverlässig geschehen könne, müssten sich allerdings auch die regulatorischen Rahmenbedingungen hierzulande ändern, so seine Kritik.

Auch den voraussichtlichen Starttermin bestätigte der DM-Chef: „Wir arbeiten daran, mit dieser Online-Apotheke in der zweiten Jahreshälfte 2025 an den Start zu gehen.“ 

Veröffentlicht: 15.01.2025
img Letzte Aktualisierung: 15.01.2025
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Hanna Behn

Hanna Behn

Hanna widmet sich am liebsten den Themen E-Commerce-Trends, Leadership und Unternehmertum.

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1 Kommentare
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Robert
16.01.2025

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Auch Douglas, der bekannte Parfumhändler, hat versucht, in diesen Markt vorzudringen – und ist dabei gescheitert. Zwar führt Douglas noch Gesundheitsprodukte, doch ihre Preise sind alles andere als wettbewerbsfähig. Jetzt meint DM, sie könnten problemlos die besten Konditionen aushandeln. Dabei liegt die Realität anders: Die günstigsten Einkaufspreise, der sogenannte AEP (Apotheken Einkaufspreis), bleiben weiterhin den Apotheken vorbehalten. Allerdings liegt das Hauptproblem der Apotheken weniger bei den Preisen, sondern vielmehr in ihrer oft unzureichenden Verkaufsstrategie. Viele Online-Apotheken hingegen agieren aus dem Ausland, etwa aus den Niederlanden, und profitieren dadurch von geringeren Kosten sowie zusätzlichen Werbezuschüssen. Der Pharmamarkt hat seine ganz eigenen Spielregeln – und auch DM wird das vermutlich bald merken. Dennoch wünsche ich DM viel Erfolg, auch wenn ich eher skeptisch bin. Wie man früher so schön sagte: Schuster, bleib bei deinen Leisten!