Einer der größten Payment-Dienstleister der Welt sieht sich schweren Vorwürfen ausgesetzt. Payone, das nach eigenen Angaben 277.000 Kunden weltweit hat, soll mit Hunderten zwielichtigen Anbietern von Porno- und Datingportalen zusammengearbeitet und diese dabei kaum überprüft haben. Die Unternehmen und Webseitenbetreiber sollen in dubiose Online-Geschäfte verwickelt sein und Kund:innen über Lockangebote in teure Abos geschleust haben. Payone habe zeitweise Millionenzahlungen für derartige Anbieter transferiert.
Die teils schweren Vorwürfe stammen aus dem Projekt „Dirty Payments“, einer Recherche des Spiegel und 20 weiterer internationaler Medien. „Dirty Payments“ hat die Geschäfte mit sogenannten Hochrisikokunden untersucht, für die der französische Aktienkonzern Worldline und seine deutsche Tochter Payone seit 2014 Transaktionen in Milliardenhöhe abgewickelt haben. Die Kunden sollen umstrittene Porno- und Datingseiten, Prostitution, Online-Kasinos und mutmaßlich Geldwäsche ermöglicht haben.
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