Online-Shopping: USA und China dominieren den E-Commerce

Veröffentlicht: 12.08.2025
imgAktualisierung: 12.08.2025
Geschrieben von: Sandra May
Lesezeit: ca. 2 Min.
12.08.2025
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Hand im Anzug zeichnet steigende Linie vor Weltkugel mit digitalen Icons; Datenchart signalisiert Wachstum im E-Commerce.
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Europa und Asien zeigen Wachstumspotenzial im Online-Handel. Schwellenländer könnten die nächsten Boom-Märkte werden.


Online-Shopping prägt den globalen Handel – allerdings in sehr unterschiedlichem Tempo. Weltweit werden im Schnitt 17,3 Prozent der Einzelhandelsumsätze online erzielt, die großen Volkswirtschaften liegen teils deutlich darüber. An der Spitze stehen die USA und China mit tief integrierten E-Commerce-Ökosystemen. Der „Digital 2025 Global Overview“ von DataReportal zeigt damit große Unterschiede in der digitalen Nutzung: von Spitzenreitern über solide Aufholer bis hin zu Märkten mit Nachholbedarf. Deutschland kommt mit 14,6 Prozent auf Platz neun – und liegt damit unter dem globalen Durchschnitt.

Weltweite Abhängigkeit vom stationären Einzelhandel

Die USA sind weltweit führend: 33,7 Prozent der Einzelhandelsumsätze werden online getätigt. China folgt dicht dahinter mit 31,2 Prozent, was auf ein tief integriertes E-Commerce-Ökosystem in beiden Märkten hindeutet. Diese Zahlen sind etwa doppelt so hoch wie die Zahlen vieler anderer Industrieländer und unterstreichen ihre Dominanz bei den digitalen Einkaufsgewohnheiten. Trotz herausragender Leistungen in Ländern wie den USA und China liegt der globale Durchschnitt bei 17,3 Prozent, was zeigt laut Visualcapitalist, dass die meisten Länder noch immer stark vom stationären Einzelhandel abhängig sind.

In großen Märkten wie der EU und Teilen Asiens liegen die Online-Penetrationsraten im Allgemeinen zwischen zehn und 25 Prozent und damit im mittleren Bereich. Dies deutet auf eine zunehmende digitale Nutzung hin, ist aber noch nicht allgemein verbreitet.  

Schwellenländer als Wachstumsregionen im digitalen Handel

Viele Schwellenländer liegen weiterhin unter dem globalen Durchschnitt, oft aufgrund logistischer Herausforderungen, Infrastrukturlücken oder einer geringeren Internetdurchdringung. Diese Regionen bergen ungenutztes Potenzial mit erheblichem Aufwärtspotenzial, wenn sich die digitale Infrastruktur verbessert.  

Mit der zunehmenden Mobil- und Internetverfügbarkeit sowie dem zunehmenden Vertrauen in Online-Zahlungen könnte der E-Commerce in diesen Ländern einen großen Sprung nach vorne machen.

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Veröffentlicht: 12.08.2025
img Letzte Aktualisierung: 12.08.2025
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Sandra May

Sandra May

Sandra beleuchtet Streitfälle im E-Commerce: von rechtlichen Fallstricken über Urheberrecht bis hin zu Influencer:innen und Wettbewerbsklagen.

KOMMENTARE
2 Kommentare
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TT
12.08.2025

Antworten

wundert mich gar nicht. die haben ja nicht so ein Sack voll Auflagen und Vorschriften, wie wir hier in Deutschland. Macht ja keine Freude mehr. Operatives Geschäft nimmt nur noch ca. 20% ein. Rest der zeit ist Marketing und nicht unerheblichen Aufwand zur Erfüllung der Meldungen, Registrierungen, Umsetzung neuer Auflagen etc. Wenn es alles klappt, bin ich das alles bald los.
cf
12.08.2025

Antworten

Meinung: So ganz verstehe ich den Beitrag nicht. Es klingt ein wenig, als wenn der Onlinehandel zu gering ist - das Ziel der EU ist aber ja offenbar, dass der Onlinehandel ausgebremst, bestenfalls sogar entfernt wird um CO2 zu sparen und den Verbraucher endlich vor den "bösen Onlinehändlern" zu schützen. Also eigentlich ist es ja positiv - und das meine ich durchaus ernst - dass wir AUCH noch lokale Geschäfte haben...