Online-Shop muss zwei Millionen Dollar an Nintendo zahlen

Veröffentlicht: 08.09.2025
imgAktualisierung: 08.09.2025
Geschrieben von: Christoph Pech
Lesezeit: ca. 2 Min.
08.09.2025
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Zelda wird auf einer Nintendo Switch gespielt
tinx / Depositphotos.com
Ein Online-Shop muss Nintendo Geld zahlen und bietet im Gegenzug spezielle Switch-Hardware nicht mehr an. Typisch Nintendo?


Nintendo hat in den USA eine außergerichtliche Einigung mit Daly's Modded Hardware erzielt, einem bekannten Anbieter modifizierter Hardware für die Nintendo Switch. Der Händler zahlt im Rahmen der Vereinbarung zwei Millionen US-Dollar und stellt den Verkauf seiner Produkte ein, wie Engadget berichtet.

Im Mittelpunkt des Verfahrens stand das sogenannte MIG Switch Flashcart, ein Modul, das als Ersatz für Spielmodule fungiert. Laut Nintendo wurde dieses oft genutzt, um „nicht autorisierte Kopien von Spielen zu starten“, was das Unternehmen als „erheblichen Eingriff in seine Rechte“ und als Bedrohung für sein Geschäftsmodell wertet.

Nintendo geht konsequent gegen Piraterie vor

Im Klartext: Die meisten Nutzer:innen kauften das Flashcart, um raubkopierte Spiele auf ihrer Switch zu zocken. Modded Hardware gilt weltweit als wichtigster Anbieter für derartige Hardware. Mit der außergerichtlichen Einigung verpflichtet sich der Online-Shop, Flashcarts und ähnliche Artikel nicht mehr anzubieten.

Die Einigung ist Teil einer langjährigen Strategie von Nintendo, die Switch-Plattform und ihre Spiele zu schützen. In der Vergangenheit ging das Unternehmen bereits erfolgreich gegen Anbieter wie Team Xecuter vor. Branchenkenner sehen in diesem Fall „ein klares Signal an andere Anbieter“ ähnlicher Produkte. Ähnlich rabiat ging Nintendo schon immer vor, wenn es darum ging, die eigenen Marken zu schützen.

Unautorisierte Hardware ist dem Konzern genauso ein Dorn im Auge wie Videospiele, die schamlos bei Nintendo kopieren. So wurden etwa im Spiel Palworld seit dem Release mehrere Features entfernt – weil derzeit ein Rechtsstreit mit Nintendo wegen Plagiatsvorwürfen läuft. Palworld verletze mehrere Pokemon-Patente.

Artikelbild: http://www.depositphotos.com

Veröffentlicht: 08.09.2025
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Christoph Pech

Christoph Pech

Christoph schreibt über KI, digitale Innovationen und Payment-Lösungen – immer mit einem Blick auf smarte Technologien.

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