Support & Hilfe
Newsletter Bei uns werben

Online-Handel riskiert Millionen durch fehlende Barrierefreiheit

Veröffentlicht: 06.11.2025
imgAktualisierung: 06.11.2025
Geschrieben von: Hanna Hillnhütter
Lesezeit: ca. 2 Min.
06.11.2025
img 06.11.2025
ca. 2 Min.
Barrierefreiheit
NiroDesign / Depositphotos.com
Eine Studie zeigt: Rund 20 Prozent der deutschen Konsument:innen können an Tagen wie dem Black Friday nicht barrierefrei shoppen.


Mit Aktionsangeboten soll der Black Friday zahlreiche Kund:innen in den Shop locken. Viele bleiben dabei allerdings außen vor, da immer noch nicht alle Webseiten barrierefrei sind. Dadurch riskiert der Online-Handel Millionenumsätze, wie eine Studie des Meinungsforschungsunternehmen Civey im Auftrag von AccessiWay unter 2.500 Konsument:innen in Deutschland zeigt. 

20 Prozent können nicht barrierefrei shoppen

Rund ein Fünftel der Befragten gab an, wegen digitalen Barrieren von Aktionstagen wie dem Black Friday ausgeschlossen zu werden. Problematisch sind dabei schwer schließbare Werbefenster und Pop-ups, sowie unübersichtliche Webseiten-Strukturen. Aber auch kleine Schrift und schwer verständliche Texte sorgen für Probleme. 
Das kostet Händler:innen Umsatz. Eine:r von fünf Befragten gab an, das Online-Shopping abzubrechen, weil die Webseite oder die App nicht zugänglich ist. 

Gerade junge Leute betroffen

Besonders betroffen sind nach der Studie junge Leute. Bei den 18- bis 29-Jährigen und bei den 30- bis 39-Jährigen gaben rund ein Drittel der Befragten an, dass Werbefenster und Pop-ups zu den häufigsten digitalen Barrieren gehören.

„Ich empfinde es als höchst alarmierend, dass gerade Jüngere mit den Strukturen so schlecht zurechtkommen. Das zeigt vor allem eines: Viele Unternehmen designen an ihren Kund:innen vorbei. Dabei liegt die Zukunft im E-Commerce. Wir müssen unsere digitalen Märkte professionalisieren und effektiver machen. Genau hier setzt Accessibility an. Und dabei gehen Moral und wirtschaftlicher Erfolg Hand in Hand!“, so Jan Stedul, Managing Director Germany bei AccessiWay.

BFSG nimmt Unternehmen in die Pflicht

Seit dem 28. Juni 2025 gilt in Deutschland das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG), welches Menschen mit Behinderung einen Zugang zu digitalen Produkten und Webseiten erleichtern soll. Dabei muss vor allem auf einfache Navigation und Bedienbarkeit sowie visuelle und auditive Zugänglichkeit geachtet werden. 

Artikelbild: http://www.depositphotos.com

Veröffentlicht: 06.11.2025
img Letzte Aktualisierung: 06.11.2025
Lesezeit: ca. 2 Min.
Artikel weiterempfehlen
Hanna Hillnhütter

Hanna Hillnhütter

Hanna hat die juristischen Entwicklungen im Blick – mit Fokus auf Abmahnungen, Wettbewerbsrecht und aktuelle EU-Verordnungen.

KOMMENTARE
5 Kommentare
Kommentar schreiben

Sandra
10.11.2025

Antworten

"Viele Unternehmen designen an ihren Kund:innen vorbei" weil sie nicht zurecht kommen. Klar, wenn man die jungen Leute heute anschaut, kann man froh sein, dass Sprache noch nicht als Barriere gesehen wird. Diese ganzen irrsinnigen Regeln, insbesondere auch die "Barrierefreiheit" in einem Online-Shop ist schon sehr schmerzvoll. Vielleicht sollten sich die "jungen Leute, die mit dem heutigen System nicht zurecht kommen" wie mit so vielen (selbstverständlichen Dingen heutzutage) einfach wieder auf das Stadt-Shoppen konzentrieren. Vielleicht werden demnächst ja noch Läden von Temu & Co. subventioniert, damit die Innenstädte wieder voll werden. *hahahaha*
Jeanette Van Kemper
09.11.2025

Antworten

Also für mich ist das halt einfach so dass ich direkt bei Temo und Co. kaufe und halt eine etwas längere Lieferzeit in Kauf nehmen. So gesehen ist das Volkswirtschaftlich so dass ich damit China unterstützen und die halt irgendwann auf dem Level angekommen sind wie wir Deutschen und dann kann ja wieder ein Wettbewerb stattfinden aber vorher ist das schlecht möglich. So ist das halt im Kapitalismus da gibt es solche Selbstregulierung Kräfte und verdienen Kopf hat der ist einfach nur krank. Oder ich biete wirklich einen Mehrwert an dann muss aber der Händler Seine Produkte sehr sorgfältig einkaufen Oder der Hersteller seine Produkte sehr sorgfältig und bedacht produzieren. Wir hätten in Deutschland im Grunde genommen Schon lange soweit sein können wie die Norweger was zum Beispiel die Kfz Produktion angeht nämlich halt nur noch Elektroautos fahren die bekanntlich Über wesentlich weniger Schickimicki anbauteile und Arbeitsschritte verfügen als jeder Verbrenner. Und letztendlich wesentlich Recycling freundlicher ist. Nur Problem ist halt dass die Deutschen es schlichtweg in ihrem dass sie die besten Autos der Welt herstellen schlichtweg verschlafen haben diese Revolution im Autobau, Selbst in die Hand zu nehmen. Alles verdienst der Firma Tesla die den ganzen Markt von hinten aufgerollt hat mit dem Beweis dass Elektroautos in jeglicher Form einem Verbrenner weiter überlegen sind. Und wenn die ganzen Ihr sind Bürger und Stammtischkasper Mach nicht so viel von diesen Ich sag mal anderen Parteien gewählt hätten sondern eher diese eine die sich für sowas ganz besonders eingesetzt hat, dann wären wir heute soweit dass wir tagsüber überall ohne Akkus also zwischen Puffer Akkus was ja auch kommen wird und kommen muss Unsere Elektroautos laden würden. Damit würden wir dann auch unsere Häuser beheizen mit den Wärmepumpen und dann zum Beispiel auch durchaus mit kleineren stationären Akkus zu Hause was für das Netz nur gut ist anstatt dort riesige akkusstationen in gigantischen Ausmaßen aufbauen zu müssen auf der grünen Wiese. Denn Bei Strom sind die Verluste auf dem Übertragungsweg enorm. Das schlimme ist halt dass Leute da drüber bestimmen die null Ahnung haben die einfach nur stroblöd sind nämlich unsere Wählerschafft.
Jeanette Van Kemper
09.11.2025

Antworten

Und um das noch mal klarzumachen worauf ich unter anderem meinen Text Stütze ist halt einfach die Tatsache dass ich an dem Computer genau das finde was ich haben möchte und dabei natürlich den Markt auch einfach im Auge haben muss für das was ich da kaufe. Und dann kann ich das halt mit meiner Lebenserfahrung und den technischen Verständnis hochrechnen auf die jeweiligen Produkte. Auch wenn's für die meisten ja hier verpönt ist weil es sicher immer um deutsche Händler handelt Oder europäische zumindest Dir ihren Gewinn am Zwischenverkauf machen wollen für all die Produkte die Letzten sich doch sowieso nicht mehr aus Deutschland kommen und in den Regalen liegen und die damit dem deutschen Staat und dem deutschen Volk Gänzlich die Möglichkeit nehmen wirklich selber leistungsfähig zu sein… Denn letztendlich kommt doch alles aus China. Und wenn sich dann da kleine Händler aus China und auch größere die dann diese kleineren unter einem Dach nehmen wie Temo und AliExpress und so weiter, Es kommt alles aus China was da so hier onlinehandel verkauft wird. Ich glaub nicht dass das mehr als 10 % sind die nicht von da kommen. Ich war selber Über 20 Jahre Onlinehändler und hab das halt auch so erfahren müssen in meiner Sparte war es ein bisschen anders Aber zum Schluss habe ich dann doch auch auf Viel viel mehr chinesische Produkte einlenken müssen Einfach wegen der unverschämten Käufer auf eBay Amazon und dieser Marktplätze selber ebenso die uns Händler nur wie ein Haufen… Behandeln. Und bei Amazon ist es heutzutage immer noch so eBay hat ja wenigstens ein wenig eingelenkt. Lieber fünf mal Ware zurücknehmen und in der Tasche die Hände die Fäuste ballen, und die ganze Wut runterschlucken wenn man vier Männer ist und genau weiß dass diese ganzen und diese Leute vor die kaputte Ware zurück liefern Oder die halt ungerechtfertigt zurück liefern Weil sie zum Beispiel Bei gewissen Gegenständen schon eigentlich Aus der Artikelbeschreibung hätten wissen müssen dass das nichts für sie ist… Wenn man all die Retouren, mal abgesehen von Schuhen oder Kleidung Hinweg fegen könnte dadurch dass der Kunde endlich mal wenigstens Lesen könnte dann wäre ja schon viel geholfen und alle könnten billiger ihre Ware erhalten
Jeanette Van Kemper
09.11.2025

Antworten

Eine Studie zeigt, dass rund 20 Prozent der deutschen Konsument:innen an Tagen wie dem Black Friday nicht barrierefrei shoppen können. Das fängt doch schon damit an das viel zu viel versucht wird mit den Handys zu machen. Dass das nicht barrierefrei funktionieren kann ist doch sowieso klar. Die Angaben zu den Geschwindigkeiten die die Netzbetreiber angeben ist doch ohnehin gar nicht gegeben die wird doch eh nur frei gewunken für Netflix und solche geschichten. Da wo halt irgendwo auch Geld verdient wird. Geil wäre es auch mal eine Suchmaschine zu haben die wirklich das findet was man haben möchte.. Derzeit ist es ja so wenn man googelt Oder irgendwo anders hingeht und letztendlich dann teilweise doch wieder bei Google landet, dass man ohne das richtige Kiefer zu wissen nichts findet. Ich hab jetzt tatsächlich mehrere Jahre gebraucht, um das Keyword "Barbie Nase", für meine Traumnase zu finden und das war reiner Zufall. Ich hatte ja anfangs die Hoffnung dass man das durch KI irgendwann mal umgehen kann Aber da bin ich bisher bitter enttäuscht worden diese KI, die wir hier so als Endverbraucher einsehen, die ist einfach nur Kinderkram genau wie Google und Co. Was googelt sich dabei denkt weiß ich nicht, aber mit Sicherheit hat das nichts mit Ethik, Menschenliebe und so weiter zu tun Ja und diese Geschichte die hier Beschrieben wird dies auch vollkommen überzogen von dieser Studie 20 % das sind dann wieder die gestrigen die hat meinen dass das wirklich was da angeboten wird funktionieren könnte. Wie gesagt gehe ich mit meinem Computer anstatt mit Tablet oder noch schlimmer mit einem Handy ins Internet dann finde ich komischerweise viel viel mehr. Das sollte man sich mal Gedanken drüber machen Man so einen Artikel wie den hier verfasst und dann sollte man auch mal überlegen ob jede Studie auch Recht hat. Ich will mal gar nicht davon reden dass man natürlich vollkommen überlastet ist als Redakteur und das was einem da hin geworfen wird natürlich gerne aufgreift und damit ihr sozusagen irgendwas journalistisch richtig gemacht hat wobei man da ja glaube ich wenn ich richtig informiert bin immer mit doppelten Boden arbeiten muss und das ist hier bestimmt nicht passiert. Aber so eine Sensation lässt sich ja immer gut als echte News verkaufen. Nur bloß nicht zu viel aufdecken oder zu große Themen anfassen das mag der Bürger ja nicht sowas ist dann ja auch als Verschwörungsklamotte verpönt.
dirk
07.11.2025

Antworten

"dass Werbefenster und Pop-ups zu den häufigsten digitalen Barrieren gehören." ??? Worum geht es denn hier? Dass "Werbefenster und Pop-ups" eine nervige Angelegenheit für Kunden sind, steht außer Frage. Und dass sie schwer zu schließen sind, ist idR. Absicht der Urheber und Shopbetreiber - denn man soll ja drauf und nicht weg klicken. Und wer setzt diese Mittel des Brachial-Nudgings besonders häufig und penetrant ein? Firmen wie Temu und Shein mit ihren ganzen Gewinnspielen, Rabattaktionen, Hütchenspielen, Geschenkaktionen usw. Und denen geht Barrierefreiheit auch so ziemlich am A... vorbei - wobei sie vermutlich auch gerne die eingeschränkte Zielgruppe mit ihrem Schrott beglücken würden... Denn genau diese Shops sind ja nun bei der zitierten jungen Zielgruppe besonders beliebt. Aber mit der Barrierefreiheit - also der einfachen Bedienbarkeit für Menschen mit Einschränkungen - hat das nun wirklich wenig bis gar nichts zu tun. Ist eher eine Begleiterscheinung. Der Blinde ist nun mal beim Hütchenspielen klar benachteiligt - man müsste ihm sagen, dass er bei Temu immer das Hütchen in der Mitte auswählen muss. Dann kann auch er an der chinesischen Schrott-Lotterie teilnehmen.