Während der Corona-Zeit war E-Commerce ein Selbstläufer. Inzwischen ist der Boom dieser Zeit abgeebbt. Vor allem die gestiegene Inflation hat viele Menschen beim Online-Kauf zurückhaltender werden lassen. Was also können Online-Händler tun? Im Grunde geht es um altbekannte Ziele, Margen zu steigern und gleichzeitig Effizienzgewinne durch schlankere Prozesse zu erzielen. Dafür reicht es längst nicht mehr aus, einen Online-Shop mit guter Usability zu haben. Es sollte vielmehr auch darum gehen, sein Angebot auszuweiten, eine engere Verbindung zu Kunden herzustellen und Upselling-Möglichkeiten zu nutzen, mehr Touchpoints mit Kunden zu erzeugen und den Customer Lifetime Value zu erhöhen. Und: Mit etwas Kreativität kann ein ganz neues Kundenerlebnis für die eigene Händlermarke geschaffen werden.
Das Einbetten von Versicherungslösungen („Embedded Insurance“) ist dafür ein sehr guter Weg. Während das Einbetten von Payment-Lösungen (Zahlungsabwicklung, Kredite etc.) längst Standard ist, bieten bislang nur wenige Online-Händler Embedded Insurance an. Vor allem kleinere und mittelgroße Online-Händler könnten davon stark profitieren. Eine Untersuchung von Assurant unter 1.000 Konsumenten in den USA aus dem Jahr 2022 zeigt, dass 44 Prozent von ihnen ein vernetztes Gerät – wie zum Beispiel ein Smartphone – eher kaufen würden, wenn es einen zusätzlichen Mehrwert wie eine verlängerte Garantie oder eine Geräteversicherung bietet. Gemäß einer Studie von Capgemini erwarten mehr als 50 Prozent der mittelständischen Unternehmen, dass sie bis zum Ende dieses Jahrzehnts Einnahmen aus eingebetteten Versicherungslösungen erzielen werden. Das zeigt das enorme Potenzial von eingebetteten Versicherungen auch für Online-Händler.

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