Wer beim Verkauf von Mode auf den Online-Handel gesetzt hat, tat offenbar gut daran: Der Online-Marktanteil in dem Segment liegt inzwischen bei etwa 42 Prozent und kletterte damit zuletzt wieder auf das Niveau von 2022. Innerhalb der letzten sechs Jahre hat sich der Fashion-Handel ohnehin mehr und mehr ins Netz verlagert: 2018 betrug der Online-Anteil noch 28 Prozent. Hingegen hat zwischen 2018 und 2023 ein Fünftel der stationären Fashion-Händler die Geschäfte geschlossen. Das zeigt der aktuelle Branchenbericht Fashion 2024 des IFH Köln und der BBE Handelsberatung.
Im Jahr 2023 wurden im Modebereich 57,9 Milliarden Euro Umsatz erwirtschaftet – 500 Millionen mehr als 2019. In diesem Jahr sollen nochmal 1,7 Prozent hinzukommen, sodass das Umsatzvolumen wohl etwa 58,8 Milliarden Euro betragen wird. Nur dank des Online-Wachstums kann die Fashionbranche überhaupt wieder Erlöse oberhalb des Vorkrisenniveaus erzielen, heißt es. Und das gibt zu denken: „Während die Kanalverschiebung hin zum Online-Handel weiter voranschreitet und Nachhaltigkeit an Bedeutung gewinnt, gilt es für viele stationäre Händler, ihre aktuelle Positionierung zu hinterfragen“, mahnt Lukas Reischmann, Strategieberater bei der BBE.
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