Der deutsche Mittelstand steht vor einer großen Herausforderung: Bis 2029 planen rund 569.000 Unternehmen die Schließung – jährlich betrifft das etwa 114.000 Betriebe. Der Hauptgrund: Viele Unternehmenslenker sind 55 Jahre oder älter und finden keinen Nachfolger. Die Suche wird erschwert durch komplizierte rechtliche und steuerliche Vorgaben sowie fehlendes Interesse innerhalb der Familie.
Zu hohe Bürokratielast
Hinzu kommt die steigende Bürokratiebelastung, die 42 Prozent der Unternehmer mit Schließungsplänen als Hindernis nennen – ein Rekordwert. Laut KfW Research ist die Altersstruktur besorgniserregend, da mittlerweile 57 Prozent der mittelständischen Geschäftsführenden 55 Jahre oder älter sind. Vor 20 Jahren lag dieser Wert noch bei 20 Prozent.
Ein weiteres Problem sind die gestiegenen Kaufpreisvorstellungen: Unternehmer, die eine Nachfolge suchen, erwarten durchschnittlich 499.000 Euro – ein Anstieg von 9,5 Prozent preisbereinigt seit 2019. Besonders hoch ist der Anteil jener, die mehr als eine Million Euro verlangen: Dieser stieg von 18 auf 27 Prozent.
„Deutschlands Wirtschaft kämpft um ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit. Die mittelständischen Unternehmen sind bekanntermaßen das Rückgrat der deutschen Wirtschaft. Es ist essenziell, das Fortbestehen möglichst vieler mittelständischer Unternehmen zu sichern. Wir brauchen daher nachhaltig mehr Gründungsbereitschaft in Deutschland. Der Bürokratieabbau ist ein Baustein, der zu mehr Gründungen führen kann“, betont Dr. Dirk Schumacher, Chefvolkswirt der KfW.
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Christoph Pech
Christoph schreibt über KI, digitale Innovationen und Payment-Lösungen – immer mit einem Blick auf smarte Technologien.
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