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Viele Mittelständler bei E-Rechnung im Rückstand

Veröffentlicht: 20.07.2026
imgAktualisierung: 20.07.2026
Geschrieben von: Christoph Pech
Lesezeit: ca. 1 Min.
20.07.2026
img 20.07.2026
ca. 1 Min.
Person mit Tablet und Rechnungen
alexraths / Depositphotos.com
Datev sieht viele Mittelständler bei der E-Rechnung im Rückstand – trotz gestaffelter Pflicht ab 2027.


Wenige Monate vor Beginn einer E-Rechnungspflicht für bestimmte Unternehmen mahnt der IT-Dienstleister Datev zu mehr Tempo. Nach Einschätzung von Datev-Chef Robert Mayr steht das Thema bei einem Großteil insbesondere der kleineren Mittelständler nach wie vor nicht im Fokus.

Über Datev-Systeme liefen im ersten Halbjahr 2026 nach Unternehmensangaben mehr als 51 Millionen E-Rechnungen – nach gut 64 Millionen im gesamten Jahr 2025. Mayr wertet die Wachstumsraten zwar als erfreulich, weist aber darauf hin, dass der Anteil am gesamten Rechnungsaufkommen weiterhin gering sei. Aus seiner Sicht wird die E-Rechnungspflicht in Deutschland häufig als zusätzliche Belastung wahrgenommen, besonders bei Kleinst-, kleineren und mittleren Unternehmen. Dabei ließen sich digitale Rechnungsdaten leichter prüfen und Unstimmigkeiten schneller erkennen, so Mayr laut Heise.

Zeitplan der E-Rechnungspflicht

Seit dem 1. Januar 2025 müssen Unternehmen in Deutschland in der Lage sein, strukturierte E-Rechnungen zu empfangen – reine PDF-Rechnungen reichen dafür nicht aus. Die Pflicht zum Versand von E-Rechnungen greift gestaffelt nach Unternehmensgröße: Ab dem 1. Januar 2027 müssen Unternehmen mit einem Jahresumsatz von mindestens 800.000 Euro E-Rechnungen ausstellen. Spätestens 2028 gilt die Pflicht für alle Rechnungen im geschäftlichen Verkehr.

Für Online-Händler mit einem Jahresumsatz ab 800.000 Euro wird die Umstellung auf E-Rechnungen ab 2027 verpflichtend. Wer die Umstellung frühzeitig plant, kann Prozesse wie Rechnungsprüfung und Fehlererkennung ohne Zeitdruck digitalisieren, statt kurz vor der Frist unter Handlungsdruck zu geraten. Viele Unternehmen hinken in der Umsetzung aber noch immer hinterher.

Artikelbild: https://www.depositphotos.com

Veröffentlicht: 20.07.2026
img Letzte Aktualisierung: 20.07.2026
Lesezeit: ca. 1 Min.
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Christoph Pech

Christoph Pech

Christoph schreibt über KI, digitale Innovationen und Payment-Lösungen – immer mit einem Blick auf smarte Technologien.

KOMMENTARE
5 Kommentare
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cf
23.07.2026

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Viel spannender wird es, wenn künftig alle Ausgangsrechnungen innerhalb einer sehr kurzen Frist an eine zentrale Behördenplattform übertragen werden müssen. Ich frage mich, wie das in der Praxis dann (besonders für Kleinstunternehmen) laufen soll, aber das wird ja erst demnächst größer verkündet, also gemütlich abwarten - oder ?? Zumindest haben wir uns dann mit der E-Rechnung schonmal darauf vorbereitet.
TL
21.07.2026

Antworten

Es kommen so viele Änderungen und neue Pflichten, dass man gar nicht mehr hinterher kommt. Kein Wunder also. Die Bürokraten überschütten einen mit neuem bürokratischem Wahnsinn. Wo ist denn bitte der versprochene Bürokratieabbau? Es wird mehr statt weniger
Sjaak
21.07.2026

Antworten

Ich zögere jede Änderung oder jeden Unsinn, den sich die Regierung oder die EU ausdenken, bis zum letzten Moment hinaus. Es ist schon oft vorgekommen, dass ich mich von Anfang an stundenlang damit beschäftigt habe und dann kurz vor knapp entschieden wurde, eine Regelung zu ändern oder ganz zu streichen. Das Vertrauen in die EU und den deutschen Staat ist einfach weg.
H.
21.07.2026

Antworten

Man kommt sich vor wie ein Mülleimer, in den die alles reinwerfen, was ihnen an Müll in den Sinn kommt. In den letzten Jahren nehmen die Ideen, Händler zu tyrannisieren überhand
Jay
21.07.2026

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Ich zögere diesen Schwachsinn auch so lange raus wie es geht.