Facebooks Mutterkonzern Meta scheint besorgt um die wachsende Konkurrenz. Der Konzern hat jetzt mehrere Links auf Facebook entfernt, die zum Wettbewerber Pixelfed verlinken. Pixelfed ist eine Open-Source-basierte, dezentralisierte Bild-Sharing-Plattform, quasi eine direkte Alternative zu Instagram. Die Plattform existiert seit 2018, ist bisher meist unter dem Radar geflogen, kann aber seit kurzem einen deutlichen Zuwachs an Nutzern verzeichnen.
Neuer Kurs lässt User abwandern
Dass sich immer mehr Nutzer von Meta, und damit Plattformen wie Facebook und Instagram, abwenden, hat unter anderem damit zu tun, dass der Konzern einige fragwürdige Entscheidungen in den vergangenen Wochen bekannt gegeben hat. So will CEO Mark Zuckerberg den Faktencheck abschaffen, dafür wird er die Kooperationen mit externen Faktencheck-Journalisten einstellen. Künftig soll es keine Warnhinweise mehr bei nachgewiesenen falschen Inhalten geben. Stattdessen will man künftig auf nutzergenerierte Anmerkungen, sogenannte Community Notes, vertrauen.
Diese Änderung verärgert viele User und sie suchen sich Alternativen, wie eben Pixelfed.
Blockade der Links: Meta spricht von Fehler
Dass Facebook Pixelfed-Links löscht, wurde zunächst von einem Bluesky-Nutzer erkannt und später in einem Test vom Magazin 404 Media bestätigt. Als offizielle Begründung für das Löschen des Links gab Facebook an, es handele sich dabei um „Spam“. Viele Nutzer glauben dem Unternehmen allerdings nicht und äußerten die Vermutung, dass Meta gezielt Verweise auf Konkurrenzseiten sperre, um nicht noch mehr User zu verlieren.
Inzwischen hat sich der Konzern selbst zu den Vorwürfen geäußert. Auf Nachfrage von engadget erklärte ein Meta-Sprecher, dass das Entfernen der Beiträge ein Fehler gewesen sei. Das Posting und die Links wurden inzwischen wieder freigegeben.
Artikelbild: http://www.depositphotos.com
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