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Mehr Firmen wollen Stellen abbauen – diese Bereiche sind betroffen

Veröffentlicht: 29.06.2026
imgAktualisierung: 29.06.2026
Geschrieben von: Tina Plewinski
Lesezeit: ca. 2 Min.
29.06.2026
img 29.06.2026
ca. 2 Min.
Arbeitsmarkt: unscharfe Menschen in einem Bürogebäude
denisismagilov / Depositphotos.com
Jobabbau statt Aufschwung: Das Ifo-Beschäftigungsbarometer zeigt im Juni deutlich schwächere Arbeitsmarkt-Aussichten.


Deutsche Unternehmen blicken wieder pessimistischer auf ihre Personalplanung. Das Beschäftigungsbarometer des Münchner Ifo-Instituts sackte im Juni um 1,6 Punkte auf 92,3 Zähler. Damit liegt der Indikator auf einem der schwächsten Niveaus seit der Corona-Pandemie. Nach einer Erholung im Mai deutet die aktuelle Umfrage nun wieder auf vermehrten Stellenabbau hin.

Industrie und Handel besonders betroffen

Vor allem Industrie und Handel bleiben unter Druck: In beiden Bereichen überwiegt jener Anteil der Unternehmen, die Arbeitsplätze streichen wollen, jenen Anteil der Firmen mit Einstellungsplänen – und zwar jeweils um rund 18 Prozentpunkte, wie es in einer Meldung der dpa heißt. Während sich die Lage in der Industrie zuletzt minimal verbesserte, spitzt sich die Situation im Handel wieder zu.

Auch Dienstleister planen zurückhaltender: Dort liegen Abbaupläne nun wieder vor Aufbauplänen. Besonders angespannt bleibt die Situation laut Ifo bei Leiharbeitsfirmen und im Tourismus. Im Baugewerbe dagegen wollen die Betriebe ihre Beschäftigung weitgehend stabil halten.

Arbeitsmarkt-Frust befeuert Gründungsbereitschaft

Die angespannte Lage am Arbeitsmarkt könnte zugleich erklären, warum immer mehr Menschen in Deutschland den Schritt in die Selbstständigkeit erwägen. Der aktuelle Global Entrepreneurship Monitor, über den die WirtschaftsWoche berichtet, zeigt für 2025 einen neuen Höchststand bei der Gründungsbereitschaft: Die sogenannte TEA-Gründungsquote stieg von 10 auf 13 Prozent. Damit haben 13 von 100 Erwerbsfähige im Alter zwischen 18 und 64 Jahren innerhalb der letzten dreieinhalb Jahre entweder ein Unternehmen gegründet oder eine Gründung anvisiert.

Besonders stark ist der Trend bei jungen Menschen. Unter den 18- bis 24-Jährigen liegt die Quote inzwischen bei 23 Prozent und damit zehn Prozentpunkte höher als noch im Vorjahr. Als wichtiger Treiber gilt einerseits die schwierige Jobsituation, andererseits auch der Wunsch nach großem Wohlstand, wie es weiter heißt.

Artikelbild: http://www.depositphotos.com

Veröffentlicht: 29.06.2026
img Letzte Aktualisierung: 29.06.2026
Lesezeit: ca. 2 Min.
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Tina Plewinski

Tina Plewinski

Tina fokussiert sich auf Amazon, Marketingstrategien und digitale Plattformen – inklusive der Schattenseiten wie Online-Kriminalität.

KOMMENTARE
2 Kommentare
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cf
30.06.2026

Antworten

Sorry, aber diese Kennzahl ist doch quatsch, wenn der Wert "eine Gründung anvisiert." enthalten ist. Es sitzen 3 Frösche am Teich - zwei haben geplant ins Wasser zu springen wenn ein Raubvogel kommt. Wie viele Frösche werden gefressen? - Antwort 3, denn etwas zu planen oder umzusetzen sind zwei vollkommen unterschiedliche Dinge. Ich avisiere auch schon seit Jahren Millionär zu sein. Zähle ich deshalb in die Statisik der Anzahl der Millionäre? Wohl kaum...
Sandra
30.06.2026
Hahaha, genauso. Aber "könnten", "sollten", "müssten", "würden", "wären" etc... sind ja die Lieblingswörter unserer Regierung. All diejenigen überlegen es sich mindestens 3x, bevor sie ihr Gründungsvorhaben in ein "Fluchtvorhaben" ändern. Flucht aus D ;o)