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Kunden denken um: Händler müssen ihre Shops für KI-Systeme optimieren

Veröffentlicht: 14.07.2026
imgAktualisierung: 14.07.2026
Geschrieben von: Christoph Pech
Lesezeit: ca. 2 Min.
14.07.2026
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ca. 2 Min.
Online-Shopping am Laptop
VitalikRadko / Depositphotos.com
Über die Hälfte der Deutschen nutzt KI beim Online-Einkauf. Die eigentliche Kaufentscheidung wird der KI aber ungern überlassen.


KI-Agenten spielen beim Online-Shopping eine immer größere Rolle. In Deutschland ist der Anteil der Menschen, die KI-Einkaufshilfen nutzen, innerhalb von neun Monaten von 44 Prozent im September 2025 auf 52 Prozent im Jahr 2026 gestiegen. Weitere 28 Prozent können sich vorstellen, KI-Tools künftig auszuprobieren.

Im europäischen Vergleich liegt Deutschland damit im unteren Mittelfeld: Spanien führt mit 67 Prozent KI-Nutzer:innen, während Großbritannien mit 48 Prozent das Schlusslicht bildet. Über alle 15 untersuchten Länder hinweg setzt inzwischen mehr als jede zweite Person (56 Prozent) KI beim Einkaufen ein.

Preisvergleich vorn, Kaufentscheidung bleibt Menschensache

Das zeigt die aktuelle Deloitte-Studie „The State of Agentic Commerce in Europe“, für die im Mai 2026 rund 13.500 Konsument:innen in 15 europäischen Ländern befragt wurden, davon 1.500 in Deutschland. Am häufigsten kommen KI-Agenten beim Vergleich von Preisen zum Einsatz (32 Prozent), gefolgt vom Produktvergleich (24 Prozent) und dem Zusammenfassen von Kundenbewertungen (22 Prozent).

Wer die Technologie einmal genutzt hat, greift zunehmend häufiger darauf zurück: 75 Prozent der bisherigen Nutzer:innen setzen KI inzwischen öfter ein als zuvor, 56 Prozent bevorzugen KI-Agenten mittlerweile gegenüber anderen digitalen Hilfsmitteln. Die eigentliche Kaufentscheidung wollen die wenigsten komplett abgeben: Europaweit sind dazu nur acht Prozent der KI-Nutzer:innen bereit, in Deutschland sogar nur knapp sechs Prozent.

Datenschutzbedenken gehen zurück

Vertrauen ist laut Deloitte der entscheidende Faktor für die Verbreitung von KI im Handel. Besonders aufgeschlossen zeigt sich die Altersgruppe der 18- bis 27-Jährigen: Sie vertraut KI-Tools eigenen Angaben zufolge inzwischen stärker (39 Prozent) als Verkaufspersonal im stationären Handel (34 Prozent) und ist trotz bestehender Bedenken eher bereit, persönliche Daten preiszugeben. Mit steigendem Alter nimmt die Skepsis wieder zu.

Als größte Vorbehalte nennen die Befragten europaweit Datenschutz- und Sicherheitsbedenken (37 Prozent), die Sorge vor Manipulation (32 Prozent) sowie den Verlust des persönlichen Kontakts (30 Prozent). In Deutschland sind die Datenschutzbedenken im Vergleich zum Vorjahr aber deutlich gesunken: Nannten 2025 noch 52 Prozent der Befragten Datenschutz als Hauptsorge, sind es 2026 nur noch 30 Prozent.

Händler müssen für die KI optimieren

„Die KI bewegt sich mit Siebenmeilenstiefeln durch den Handel und verändert, wie Menschen Produkte entdecken, vergleichen und Kaufentscheidungen treffen“, erklärt Egbert Wege, Handelsexperte und Partner bei Deloitte. Für Händler:innen heißt das laut Wege, dass sie künftig nicht mehr nur um die Aufmerksamkeit von Menschen, sondern auch von KI-Systemen konkurrieren.

Da KI-Agenten in der Praxis vor allem für Preis- und Produktvergleiche sowie Bewertungs-Zusammenfassungen genutzt werden, dürfte die Sichtbarkeit in genau diesen Bereichen – etwa über strukturierte Produktdaten, transparente Preisangaben und aktuelle Kundenrezensionen – zunehmend über Sichtbarkeit und Umsatz mitentscheiden. Wege verweist zudem darauf, dass Vertrauen der zentrale Erfolgsfaktor bleibt: Unternehmen müssten ihre KI-Anwendungen transparent, sicher und nachvollziehbar gestalten, um Akzeptanz bei den Kund:innen zu schaffen.

Artikelbild: https://www.depositphotos.com

Veröffentlicht: 14.07.2026
img Letzte Aktualisierung: 14.07.2026
Lesezeit: ca. 2 Min.
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Christoph Pech

Christoph Pech

Christoph schreibt über KI, digitale Innovationen und Payment-Lösungen – immer mit einem Blick auf smarte Technologien.

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1 Kommentare
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cf
15.07.2026

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Meinung: Es ist schon interessant - da entwickelt jemand eine Ki, welche den Menschen einen Mehrwert bringen soll. In der Konsequenz wird gefordert, dass tausende Unternehmen ihre Produktdaten der Ki mundgerecht servieren. Es könnte ja auch der Entwickler dafür sorgen, dass die Ki bestehende Informationen besser versteht, denn schließlich soll die Software dem Entwickler ja Geld einbringen. Erinnert mich ein wenig an das Vorgehen der EU - Es werden irgendwelche Verordnungen ausgerufen und alle müssen rennen, anstatt es praxisgerecht zu gestalten. Schon witzig, dass es immer mehrere Blickwinkel auf ein Thema geben kann ;-)