Konsumklima erreicht Höchststand seit einem Jahr

Veröffentlicht: 09.07.2025
imgAktualisierung: 09.07.2025
Geschrieben von: Ricarda Eichler
Lesezeit: ca. 2 Min.
09.07.2025
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Menschen in einem Einkaufszentrum
joyfull / Depositphotos.com
Die deutschen Verbraucher:innen zeigen sich wieder optimistischer. Mit einem großen Wirtschaftswunder sei aktuell aber nicht zu rechnen.


Langsam aber sicher scheinen die hiesigen Verbraucher:innen ihren Optimismus zurückzugewinnen. Das deutet zumindest das aktuelle HDE Konsumbarometer zum Juli 2025 an. Der ausschlaggebende Indikator stieg bereits in den Vormonaten des Jahres leicht an und erreichte jetzt einen Wert von 97,93 Punkten. Damit konnte der höchste Stand seit Juli 2024 (97,76 Punkte) erzielt werden. Der Verband bremst übereilte Vorfreude aber auch aus und rechnet in absehbarer Zeit nicht mit einem echten Wirtschaftsboom.

Zaghafte Entwicklung

Das zu Beginn 2025 deutlich gefallene Konsumklima setzt seinen seichten Aufwärtstrend fort. Bereits seit März steigt der Optimismus der Verbraucher:innen, wenn auch in kaum spürbaren Schritten. In Anbetracht dessen rechnet der HDE zwar durchaus mit einer weiteren positiven Entwicklung, sieht die Situation jedoch nicht an echter Dynamik gewinnen.

Der Index, welcher auf Basis einer monatlichen Befragung von 1.600 Personen erstellt wird, betrachtet vor allem Kernfragen rund um Anschaffungen, Sparwillen, Finanzsituation und Konjunkturerwartungen.

Einkommenssorge bremsen Kauflaune

Vor allem hinsichtlich der Finanzsituation gibt es aktuell durchaus auch Dämpfer. Dabei sank der Einzelindex zur Einkommenserwartung von 102,80 Punkten im Juni auf nur noch 98,73 Punkte im aktuellen Monat. Als mögliche Erklärungsansätze für diesen Pessimismus nennt der Verband die anhaltend angespannte Situation am Arbeitsmarkt sowie die Ernüchterung hinsichtlich ausbleibender Entlastungen seitens der noch jungen Bundesregierung. 

Unternehmen sparen weiterhin

Dass ein mangelhaftes Einkommen natürlich auch die Kaufkraft und -lust einschränkt, wundert wenig. Ähnlich geht es dabei auch Unternehmen. So bleibt die Arbeitslosenquote zwar weiterhin bei einem Stand von 6,2 Prozent, doch zeigen sich viele Unternehmen wenig gewillt in neues Personal zu investieren. Wie Klaus Wohlrabe, Leiter für Umfragen beim Institut für Wirtschaftsforschung (ifo) im Rahmen des Barometers kommentiert:

„Für Neueinstellungen fehlen noch Aufträge.“

Alles in allem scheinen die Zahlen aber einen gesunden, wenn auch zögerlichen gesamtwirtschaftlichen Trend zu beschreiben. Erst wenn die Verbraucher:innen Zuversicht gewinnen, darf demnach mit einem echten Konsumwachstum zu rechnen sein. 

Veröffentlicht: 09.07.2025
img Letzte Aktualisierung: 09.07.2025
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Ricarda Eichler

Ricarda Eichler

Ricarda berichtet über digitale Themen und spricht in Interviews und Podcasts mit spannenden Stimmen aus der Branche.

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