Über 400.000 einzelne Zollkontrollen sollen im vergangenen Jahr in den Zollbehörden der EU durchgeführt wurden sein, das belegt ein aktueller Bericht der Europäischen Kommission. Wie aus der Meldung der Deutschen Presseagentur bei N-TV hierzu hervorgeht, sollen bei den Kontrollen sowohl Dokumente überprüft als auch physische Kontrollen und Labortests durchgeführt worden sein. Den größten Teil der dabei abgelehnten Produkte machen hierbei Waren aus China aus.

Zollbehörden kommen mit den Kontrollen kaum hinterher

Der grenzüberschreitende Handel ist in den letzten Jahren immer mehr gewachsen. Das spüren vor allem die Zollbehörden, die mit der Kontrolle der Waren deutlich zu tun haben. So bemerkt die EU-Kommission, dass trotz steigender Kontrollen und Ablehnungen immer noch nur 0,0082 Prozent aller Importe überhaupt kontrolliert werden.

Finden Kontrollen statt, dann werden dabei die EU-Vorschriften hinsichtlich Sicherheit und Umweltstandards sowie die erforderlichen Dokumentationen überprüft. Bei 36 Prozent aller 2024 durchgeführten Kontrollen konnten diese erfolgreich bestätigt werden. Weitere 16 Prozent, und damit etwa 65.000 Produkte, wurden dagegen für den EU-Markt abgelehnt.

Produkte aus China werden am häufigsten abgelehnt

Die meisten Ablehnungen erfuhren dabei Waren aus China: 48.139 Produkten aus dem Land wurde 2024 der Zutritt auf den EU-Markt versagt. Die Zahl stieg im Vergleich zum Vorjahr um satte 180 Prozent. Mit deutlichem Abstand finden sich auf Platz zwei der abgelehnten Waren die USA ein, mit insgesamt 3.247 Produkten, dahinter Großbritannien mit 2.120 Ablehnungen.

Der große Abstand kommt dabei vor allem auch durch die Masse zustande. Von der Gesamtheit aller kontrollierten Waren sind allein 80 Prozent Produkte aus China.

Zu den am meisten abgelehnten Produkten zählen Artikel aus den Bereichen Gesundheit. Knapp dahinter folgen die Bereiche Haushalt und Wohnen, Elektronik und Technologie.

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