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Großteil der Händler rechnet mit schlechteren Umsätzen

Veröffentlicht: 15.07.2026
imgAktualisierung: 15.07.2026
Geschrieben von: Tina Plewinski
Lesezeit: ca. 2 Min.
15.07.2026
img 15.07.2026
ca. 2 Min.
Umsatzentwicklung: Dokumente liegen auf dem Tisch in einem Büro
pressmaster / Depositphotos.com
Der überwiegende Teil der deutschen Einzelhänder blickt für das laufende Jahr auf eine negative Entwicklung der Umsätze.


Die Erwartungen hiesiger Einzelhändler sind merklich eingetrübt: Zwei von drei (65 Prozent) erwarten für 2026 im Vergleich zum Vorjahr einen leichten oder gar deutlichen Rückgang der Umsätze. Dies geht aus einer Befragung des Handelsverbands Deutschland (HDE) unter 600 Unternehmen hervor. Zum Vergleich: Bei der Umfrage aus dem letzten Jahr lag der Anteil pessimistischer Händler noch bei 53 Prozent. Nicht einmal jeder fünfte Befragte (18 Prozent) geht davon aus, die Umsätze steigern zu können.

Auf Basis der Auswertung prognostiziert der HDE in der Branche für das laufende Jahr ein Umsatzplus von zwei Prozent auf rund 697,4 Milliarden Euro. Treiber sei hier in erster Linie der Online-Handel. Das reale Plus liege ohne Preiserhöhungen demnach aber nur bei 0,5 Prozent.

Gewinne sinken, Druck steigt

„Die Lage kann und darf uns nicht zufriedenstellen“, wird Alexander von Preen, Präsident des HDE, in einer Reuters-Meldung zitiert. „Die Stimmung bei Verbrauchern und Unternehmen ist auf dem gleichen Niveau wie im zweiten Corona-Lockdown. Die Situation ist noch dramatischer als sie es im eher bescheidenen Vorjahr bereits war.“

Laut Verbandsangaben stufen vier von zehn Handelsunternehmen (42 Prozent) ihre aktuelle geschäftliche Lage als schlecht ein. Knapp zwei von drei Unternehmen haben im Vorjahresvergleich in den ersten sechs Monaten 2026 eine Verschlechterung wahrgenommen. Zudem seien die Gewinne in einem Großteil der Firmen (69 Prozent) zurückgegangen.

Die Ergebnisse machen einen Trend sichtbar, wie er schon aus der aktuellen Jahresstudie des Händlerbundes hervorging. Die Befragung von mehr als 330 Online-Händlern machte ebenfalls deutlich, dass der Druck auf die Branchenakteure hoch ist: 56 Prozent der befragten Händler berichteten über sinkende Umsätze, wobei 39 Prozent kritisch auf die Resultate für 2026 blicken. Neben Umsatzdruck verwiesen die Anbieter hier auf Bürokratie, einen verschärften Wettbewerb sowie komplexe rechtliche Anforderungen, die den Händleralltag erschweren würden.

Prognosen gehen von mehr Geschäftsschließungen aus

Aufgrund der angespannten Wirtschaftslage rechnet Preen zudem mit vermehrten Geschäftsschließungen: Für 2026 werden deutsche Einzelhandelsgeschäfte wohl die Zahl von 300.000 unterschreiten und damit zum ersten Mal seit der Wiedervereinigung unter diese Marke rutschen. Erwartet werden konkret etwa 5.000 ‌Unternehmensschließungen. Selbst Neugründungen seien nicht in der Lage, diese Entwicklung auszugleichen.

Problematisch seien vor allem „die steigenden Kosten für Beschäftigung, Energie und Wareneinkauf – bei gleichzeitig stagnierenden Umsätzen“, so der Experte weiter. Ein weiterer Faktor, der die Situation verschärfe, sei der zunehmende Wettbewerbsdruck durch chinesische Shoppingplattformen: Diese konnten ihre Position im hiesigen E-Commerce zuletzt weiter ausbauen. So hätten beispielsweise die Billiganbieter Temu und ‌Shein rund zwei Drittel des Online-Handels-Wachstums auf sich verbuchen können.

Artikelbild: http://www.depositphotos.com

Veröffentlicht: 15.07.2026
img Letzte Aktualisierung: 15.07.2026
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Tina Plewinski

Tina Plewinski

Tina fokussiert sich auf Amazon, Marketingstrategien und digitale Plattformen – inklusive der Schattenseiten wie Online-Kriminalität.

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cf
16.07.2026

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Meinung: Wen wundert das? Die EU und Deutschland wollen alles auf Nachhaltigkeit, Reparierbarkeit und hohe Qualität umstellen, was nunmal zu höheren Preisen führt. Gleichzeitig steigen die Steuern und Sozialabgaben ins unermessliche, weil unsere Regierung durch ihre ganzen Subventionen im In- und Ausland glaubt, Geschäftsführer aller Unternehmen zu sein und diese damit steuern zu können. Das dadurch letztlich vom Lohn kaum noch etwas übrigbleibt und niemand mehr Geld für stetig steigende Produktpreise hat, fällt offenbar niemandem auf. Natürlich werden dann vermehrt "Billigwaren" Drittlandshops gekauft, denn wenn ich mir die hohen Preise für nachhaltige und reparierbare Kleidung (hüstel*) nicht mehr leisten kann, nehme ich lieber den Schrott aus Billigshops bevor ich nackt durch die Stadt laufe (das würde nur wieder extra Strafe kosten)...