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Google wird zur Shopping-Schaltzentrale: Universeller Einkaufswagen erhöht Druck auf Händler

Veröffentlicht: 20.05.2026
imgAktualisierung: 20.05.2026
Geschrieben von: Christoph Pech
Lesezeit: ca. 2 Min.
20.05.2026
img 20.05.2026
ca. 2 Min.
Google Shopping
Primakov / Depositphotos.com
Google hat einen zentralen Warenkorb für alles präsentiert – inklusive KI-gestützter Preisbeobachtung und vereinfachtem Checkout.


Google hat auf seiner Entwicklerkonferenz Google I/O 2026 den sogenannten „Universellen Einkaufswagen“ vorgestellt. Das neue Feature soll Nutzer:innen ermöglichen, Produkte aus verschiedenen Google-Diensten heraus in einem einzigen Warenkorb zu sammeln – unabhängig davon, ob sie gerade in der Suche stöbern, einen YouTube-Clip ansehen oder E-Mails in Gmail lesen.

Was der Universelle Einkaufswagen kann

Der Warenkorb basiert, natürlich, auf Googles Gemini-Modellen und soll im Hintergrund automatisch aktiv werden, sobald ein Produkt hinzugefügt wird. Laut Google überwacht die Funktion Preisentwicklungen, meldet Preissenkungen und informiert, wenn ein Artikel wieder verfügbar ist. Zusätzlich soll der Warenkorb Kompatibilitätsprobleme erkennen – etwa wenn Komponenten aus verschiedenen Shops nicht zusammenpassen – und Alternativen vorschlagen.

Da der Warenkorb mit Google Wallet verknüpft ist, soll er auch Treueprogramm-Informationen auslesen und passende Angebote oder Punkteprogramme von Händler:innen einblenden können.

Checkout direkt bei Partnerhändlern

Der Bezahlprozess soll über das Universal Commerce Protocol (UCP) laufen. Nutzer:innen können demnach über Google Pay direkt bei teilnehmenden Händler:innen bezahlen oder Artikel auf deren Website übertragen. Zu den genannten Partnern für das neue Checkout-Feature zählen Nike, Sephora, Target, Ulta Beauty, Walmart, Wayfair und Shopify. Offizieller Verkäufer bleibe dabei stets der jeweilige Händler, betont Google.

Der Universelle Einkaufswagen soll zunächst in den USA starten – in der Google-Suche und der Gemini App – und noch in diesem Sommer verfügbar sein. YouTube und Gmail sollen anschließend folgen.

Agentische Zahlungen: neues Protokoll für KI-gesteuerte Einkäufe

Parallel dazu stellt Google das Agentic Commerce Protocol (AP2) vor. Es soll KI-Agenten ermöglichen, im Auftrag von Nutzer:innen Zahlungen durchzuführen – mit definierten Budgets und festgelegten Kriterien. Nach Unternehmensangaben setzt AP2 auf selektive Datenweitergabe, digitale Vollmachten und eine transparente Verbindung zwischen Nutzer, Händler und Zahlungsabwickler. Die Technologie soll in den kommenden Monaten schrittweise in Google-Produkte integriert werden, beginnend mit der Gemini-App.

Was das für Händler bedeutet

Für Online-Händler:innen wird der Universelle Einkaufswagen vor allem über das UCP-Ökosystem relevant. Wer als Händler:in integriert ist, profitiert potenziell von einer größeren Kaufbereitschaft der Nutzer:innen – da der Weg vom Produktinteresse zur Transaktion kürzer wird. Gleichzeitig verschiebt sich ein großer Teil der Customer Journey auf Googles eigene Oberflächen, was für Händler:innen bedeutet, dass die direkte Beziehung zum Kunden weiter durch Google-Infrastruktur vermittelt wird.

Im Klartext: Google wird (noch) wichtiger. Das dürfte nicht jedem gefallen, könnte künftig aber alternativlos sein. Es ist kein Geheimnis, dass man ohne Amazon und Google im Online-Handel kaum überleben kann. Das wird von Händler:innen zurecht kritisiert. Die Abhängigkeit dürfte künftig eher noch steigen.

Artikelbild: https://www.depositphotos.com

Veröffentlicht: 20.05.2026
img Letzte Aktualisierung: 20.05.2026
Lesezeit: ca. 2 Min.
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Christoph Pech

Christoph Pech

Christoph schreibt über KI, digitale Innovationen und Payment-Lösungen – immer mit einem Blick auf smarte Technologien.

KOMMENTARE
1 Kommentare
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cf
21.05.2026

Antworten

Da bin ich mal gespannt wie das in der EU mit den ganzen Rechtsinformationspflichten von google umgesetzt wird. Und die wichtigste Frage: Wenn google etwas "vergisst" einzublenden oder etwas falsches anzeigt, wer haftet dann? Das riecht schon nach viel Geld für die Abmahnindustrie...