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Smartphones & Co.: Gebrauchtmarkt wächst fast achtmal schneller als das Neugeschäft

Veröffentlicht: 04.05.2026
imgAktualisierung: 04.05.2026
Geschrieben von: Yvonne Bachmann
Lesezeit: ca. 2 Min.
04.05.2026
img 04.05.2026
ca. 2 Min.
Smartphones in Geschäft
ifeelstock / Depositphotos.com
Der Markt für wiederaufbereitete Elektronik explodiert, während Neugeräte schwächeln.


Während der Absatz von fabrikneuen Smartphones und Laptops stagniert oder sogar sinkt, boomen Refurbished-Produkte mit zweistelligen Zuwachsraten.

Geiz ist geil

Der klassische Hardware-Markt steht unter Druck. Aktuelle Daten des Marktforschungsunternehmens NIQ zeigen eine klare Tendenz: Im Jahr 2025 sanken die Absatzzahlen von neuen Smartphones um fünf Prozent, während das Refurbished-Segment im gleichen Zeitraum um beeindruckende 38 Prozent zulegte.

Dieser Trend setzt sich im laufenden Jahr 2026 sogar noch fort. Wenig verwunderlich ist dabei die Dynamik im ersten Quartal 2026, in dem der Gesamtabsatz wiederaufbereiteter Ware um fast 40 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum nach oben schnellte. Kein Wunder, schaut man sich die Nachrichten oder die Preise an deutschen Tankstellen an. Wer gibt da noch unbeschwert vierstellige Summen für ein Smartphone aus?

Gebrauchtware schlägt Neupreis

Interessanterweise ist Refurbished längst kein Synonym mehr für billig. Vielmehr suchen Kundinnen und Kunden gezielt nach High-End-Produkten, die sie sich neu nicht leisten wollen oder können. Im Bereich der Tablets führt dies zu einer kuriosen Marktsituation: Der durchschnittliche Preis für ein wiederaufbereitetes Tablet lag 2025 bei 463 Euro, also deutlich über dem Durchschnittspreis von Neuware, der lediglich 402 Euro betrug. Der Grund ist folgender: Käufer greifen lieber zu einem gebrauchten Premium-Modell als zu einem neuen Einsteigergerät.

Obwohl der Online-Handel das Geschehen mit einem Marktanteil von 90 Prozent absolut dominiert, gibt es im stationären Bereich erste Überraschungen. Vor allem bei Notebooks hat sich der Absatz in physischen Ladenlokalen von 2024 auf 2025 mehr als verdoppelt. Die größte Herausforderung für den Handel bleibt jedoch die Warenbeschaffung. Da Konsumenten ihre Geräte immer länger behalten, sinkt das Angebot an jungen Gebrauchtgeräten, die sich effizient wiederaufbereiten lassen.

Rückenwind durch Recht auf Reparatur

Eine EU-Richtlinie, die im Sommer 2026 das Recht auf Reparatur nach Deutschland bringt, verpflichtet Hersteller zu einer besseren Ersatzteilversorgung und mehr Transparenz. Julia Kalkowski von NIQ betont, dass Geräte dadurch länger genutzt werden und gleichzeitig der Zugang zu nötigen Informationen für professionelle Refurbisher erleichtert wird.

Artikelbild: http://www.depositphotos.com

Veröffentlicht: 04.05.2026
img Letzte Aktualisierung: 04.05.2026
Lesezeit: ca. 2 Min.
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Yvonne Bachmann

Yvonne Bachmann

Yvonne bringt juristische Klarheit in komplexe Fragen – zu Abmahnungen, EU-Recht, Wettbewerbsregeln und Urheberrechtsfragen.

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1 Kommentare
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cf
05.05.2026

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Weitergedacht bedeutet es, dass Hersteller weniger verkaufen, also weniger produzieren = Entlassungen in der Produktion - zusätzlich weniger Umsatz machen = Entlassungen in Vertrieb und Verwaltung - also der Aktienkurs der Großkonzerne sinkt = Verluste an den Aktienmärkten - also die neuen Vorschläge des Bundes a la "Sorgt schon früh mit Aktienpaketen für eure Rente vor" = Rentenfonds stürzen ab - also mehr Rentner beim Sozialamt = höhere Sozialkosten...... Wo oder bei wem liegt jetzt der Gedankenfehler, dass das irgendwie doch nicht nach einer sooo brillianten Idee klingt?