Nach neuen Zahlen des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) wird es wohl einen insolvenzreichen Herbst in Deutschland geben: Eine aktuelle Analyse habe einen auffälligen Anstieg bei den Frühindikatoren gezeigt, durch die man gewöhnlich das künftige Insolvenzgeschehen zwei bis drei Monate im Voraus abschätzen könne. Die entsprechenden Indikatoren hätten dem Institut zufolge „den bislang höchsten Stand in der seit Januar 2020 laufenden IWH-Erhebung“ ausgewiesen. Konkret liegen sie etwa acht Prozent über dem Wert von Juli 2024, der den bisherigen Spitzenwert darstellt.
„Die Höhe der Frühindikatoren ist ungewöhnlich und lässt auch für den Herbst hohe Insolvenzzahlen erwarten“, kommentierte der Leiter der Insolvenzforschung beim IWH, Steffen Müller. Als Wermutstropfen sei jedoch anzuführen, dass die anstehenden Insolvenzen aller Voraussicht nach nur in moderater Weise auf dem hiesigen Arbeitsmarkt spürbar sein werden.
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