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EU will neue Gesellschaftsform für Unternehmen einführen

Veröffentlicht: 18.03.2026
imgAktualisierung: 18.03.2026
Geschrieben von: Christoph Pech
Lesezeit: ca. 2 Min.
18.03.2026
img 18.03.2026
ca. 2 Min.
EU-Flagge
symbiot / Depositphotos.com
Mit EU Inc. plant die EU-Kommission eine einheitliche Rechtsform für Start-ups, die den Zugang zum Binnenmarkt erleichtern soll.


Die EU-Kommission plant mit EU Inc. eine neue, einheitliche Gesellschaftsform speziell für Start-ups. Ziel ist es, Gründungen zu beschleunigen, Bürokratie zu reduzieren und jungen, innovativen Unternehmen den nahtlosen Zugang zum EU-Binnenmarkt zu erleichtern. Besonders E-Commerce-, Fintech- und Tech-Scale-ups sollen davon profitieren.

Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen kündigte an, dass Unternehmen sich künftig EU-weit vollständig digital und innerhalb von 48 Stunden registrieren können, berichtet die Tagesschau. Das als „28. Regime“ bezeichnete Modell schafft einen gemeinsamen Rechtsrahmen neben den nationalen Regeln. Es soll die bisherige Fragmentierung der Kapitalmärkte überwinden, Mehrfachregistrierungen und parallele Firmensitze überflüssig machen und so Kosten wie Zeitaufwand deutlich senken.

Was das für Unternehmen bedeutet

Das Konzept ermögliche eine schnellere Expansion in alle 27 Mitgliedstaaten ohne 27 separate Verwaltungsprozesse und besseren Zugang zu bislang ungenutztem Investitionskapital in Europa. Einheitliche, digitale Verfahren – von Handelsregister über USt-IdNr. bis Bankkonto – sollen die Zeit bis zum Markteintritt verkürzen.

EU Inc. könne zudem die Rechtssicherheit bei grenzüberschreitenden Geschäften erhöhen, etwa durch harmonisierte Gesellschafterrechte, transparente Governance-Standards und klar geregelte Haftungsfragen. Damit würden auch Investor Relations vereinfacht.

Positives Echo

Unterstützung kommt vom SPD-Europaabgeordneten René Repasi, der zugleich hohe, einheitliche Schutzstandards einfordert, insbesondere im Arbeits- und Sozialrecht sowie beim Verbraucherschutz. Nach der heutigen Präsentation der Pläne könnte das Vorhaben noch am Donnerstag auf dem EU-Gipfel beraten werden. Entscheidend wird sein, wie schnell Rat und Parlament Einigkeit erzielen – und wie nahtlos die Anbindung an nationale Systeme gelingt.

Auch Bitkom-Präsident Ralf Wintergerst sieht den Vorstoß positiv: „Die EU Inc. wird dem Startup-Standort Europa einen echten Schub geben. Sie macht Gründen deutlich einfacher und schneller: vollkommen digital, innerhalb von 48 Stunden und einheitlich in allen 27 Mitgliedstaaten. Zwei Drittel der Startups in Deutschland (65 Prozent) haben zuletzt in einer Bitkom-Umfrage angegeben, dass die Einführung einer EU-weiten Rechtsform eine wichtige Maßnahme zur Startup-Förderung wäre. 59 Prozent würden sich sogar die Möglichkeit einer Gründung innerhalb von nur 24 Stunden wünschen.“ Einheitliche Regeln und bessere Investitionsmöglichkeit würden den Start-up-Standort Europa stärken. Wichtig sei aber, dass EU Inc. einheitlich eingeführt und vor allem ausgelegt werde.

Artikelbild: http://www.depositphotos.com

Veröffentlicht: 18.03.2026
img Letzte Aktualisierung: 18.03.2026
Lesezeit: ca. 2 Min.
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Christoph Pech

Christoph Pech

Christoph schreibt über KI, digitale Innovationen und Payment-Lösungen – immer mit einem Blick auf smarte Technologien.

KOMMENTARE
2 Kommentare
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Jay
19.03.2026

Antworten

Grundsätzlich ne gute Idee - glaube aber nicht, dass nur irgendwas davon so umgesetzt werden kann. Weil wenn die EU etwas kann, dann ist es Dinge gegen die Wand fahren und ursprünglich gute Ideen so zu modifizieren, dass sie völlig unbrauchbar sind (wenn sie mal eine gute Idee haben, was selten ist).
cf
19.03.2026

Antworten

Die Kernaussage " innerhalb von 48 Stunden registrieren" wird sicher klappen - das braucht ja nur ein html-Formular. ABER wer mal ein Unternehmen gegründet hat weiß, dass es damit nicht getan ist. Anmeldung Transparenzregister, USt-ID beantragen, EOIR beantragen, Bankkonto eröffnen (geht für Unternehmen häufig nur mit persönlichem Auftritt vor Ort) - gilt übrigens auch für den Auftritt beim Notar (je nach Unternehmensform), Handelsregister, usw, usw. Das all dieses über eine zentrale und leicht verständliche Dateneingabe möglich sein soll, glaube ich erst wenn ich es selber gesehen habe, zweifel aber doch sehr stark daran.... Fazit: Vielleicht werden wir ja positiv überrascht, also einfach die Hoffnung noch ein klein wenig erhalten...