Steigende Energiepreise treiben Inflation: ifo meldet wachsenden Preisdruck

Veröffentlicht: 31.03.2026
imgAktualisierung: 31.03.2026
Geschrieben von: Christoph Pech
Lesezeit: ca. 1 Min.
31.03.2026
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Geldscheine
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Viele Unternehmen wollen ihre Preise anheben. Ausgelöst wird der Preisdruck durch steigende Energiekosten infolge geopolitischer Spannungen.


Das ifo-Preiserwartungsbarometer ist im März auf 25,3 Punkte gestiegen – nach 20,3 Punkten im Februar. Das ist der höchste Stand seit März 2023, wie das ifo Institut mitteilt. Auslöser seien die Angriffe auf die Energieinfrastruktur in den Golfstaaten und die Schließung der Straße von Hormus, die Rohöl, Treibstoff, Gas und Strom verteuern. „Der Preisdruck in Deutschland nimmt wieder spürbar zu", sagt ifo-Experte Klaus Wohlrabe.

Industrie und Handel ziehen an

Besonders stark ist der Anstieg in der Industrie: Dort legte der Indikator von 13 auf 20 Punkte zu, berichtet die Zeit. Auch im Baugewerbe und bei konsumnahen Dienstleistern – darunter Gastronomie, Einzelhandel und Gesundheit – stiegen die Preiserwartungen deutlich. „Die Unternehmen geben steigende Kosten zunehmend weiter", so Wohlrabe. Über höhere Produktions- und Transportkosten würden die Energiepreise auch auf Waren und Dienstleistungen durchschlagen.

Inflation könnte Richtung 3 Prozent steigen

Im Februar lag die Inflationsrate noch bei 1,9 Prozent und damit knapp unterhalb des angestrebten Zwei-Prozent-Ziels. Die Bundesbank rechne damit, dass die Rate in nächster Zeit deutlich in Richtung drei Prozent ansteigen wird. Das Statistische Bundesamt spricht von 2,7 Prozent.

Für Online-Händler bedeutet das: Steigende Einkaufs- und Logistikkosten dürften sich in den kommenden Monaten weiter bemerkbar machen. Wer seine Kalkulation noch nicht angepasst hat, sollte das jetzt tun.

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Veröffentlicht: 31.03.2026
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Christoph Pech

Christoph Pech

Christoph schreibt über KI, digitale Innovationen und Payment-Lösungen – immer mit einem Blick auf smarte Technologien.

KOMMENTARE
1 Kommentare
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cf
01.04.2026

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Meinung: Leider ist es nach wie vor so, dass einige die Preise tatsächlich aus genannten Gründen anheben müssen, aber viele auch einfach nur die Situation als Trittbrettfahrer nutzen um auch noch eine "Schippe" zusätzlich draufzulegen, was der Wirtschaft dann zusätzlich schadet. Aber man kann ja auch einfach nochmal ein paar Tausend Personen durch Ki ersetzen - doch wer kauft dann noch die teuren Produkte?