In Bangladesch kam es in den letzten Wochen immer wieder zu Auseinandersetzungen, die zu zahlreichen Todesopfern und einem Regierungssturz führten. Diese Gewaltausbrüche könnten sich auch auf lange Sicht negativ auf den Modemarkt auswirken, denn die politischen Unruhen im Land haben bereits jetzt zu Lieferverzögerungen und Engpässen in der Fashionlogistik geführt. Das geht aus einer aktuellen Analyse des auf Supply Chain Management spezialisierten Unternehmens Setlog hervor.
Zwar wurden die Anfang August auferlegten Ausgangssperren wieder aufgehoben und der Betrieb in den meisten Textilfabriken in Bangladesh läuft wieder, allerdings sind bereits dadurch Lieferverzögerungen von aktuell rund drei Wochen entstanden. Erschwerend kommt hinzu, dass während der Auseinandersetzungen in dem Land, was eh schon mit einer schwierigen Infrastruktur zu kämpfen hat, zahlreiche Straßen und Gebäude beschädigt wurden. Da in vielen Gegenden der Bustransfer nicht mehr funktioniert, arbeiten in zahlreichen Textilfabriken derzeit nur 75 Prozent der Belegschaft, was die Produktion und Lieferungen beeinträchtigt. Dies setzt die Fabriken unter enormen Druck, da vereinbarte Liefermengen oft nicht eingehalten werden können. Das führt zu finanziellen Schwierigkeiten.
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