Die Bürokratiekosten für deutsche Unternehmen bleiben trotz eines leichten Rückgangs auf einem hohen Niveau. Laut Statistischem Bundesamt belaufen sie sich aktuell auf 62,5 Milliarden Euro pro Jahr – rund 4 Milliarden weniger als im Vorjahr. Die Zahl der Informationspflichten hat sich von Januar 2025 bis heute nur marginal verringert. Veröffentlicht wurden die Zahlen nach einer Anfrage von BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht.
325.000 zusätzliche Angestellte statt „Bürokratie-Schredder“
Eine Umfrage des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) zeigt, dass deutsche Firmen seit 2022 etwa 325.000 neue Arbeitskräfte eingestellt haben, um die gestiegene Bürokratie zu bewältigen. Besonders belastend empfinden Unternehmen Vorgaben wie die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO), EU-IT-Sicherheitsregeln und das Lieferkettengesetz.
Die Bundesregierung hat zwar eine Modernisierungsagenda für weniger Bürokratie beschlossen, doch erst kürzlich räumte Bundeskanzler Merz ein, dass der Bürokratieaufwand nach wie vor zu hoch sei.
Kritiker:innen wie BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht sprechen laut Heise von einem „Konjunkturkiller“: „Die Bundesregierung hatte versprochen, den Bürokratie-Dschungel zu lichten. Tatsächlich sind die Berichtspflichten weiter auf Rekordniveau.“ Deutschland brauche einen „echten Bürokratie-Schredder“.
Artikelbild: http://www.depositphotos.com
Christoph Pech
Christoph schreibt über KI, digitale Innovationen und Payment-Lösungen – immer mit einem Blick auf smarte Technologien.
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