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Beratungsklau durch Kunden: Profitiert der Online-Handel wirklich?

Veröffentlicht: 18.08.2025
imgAktualisierung: 18.08.2025
Geschrieben von: Christoph Pech
Lesezeit: ca. 2 Min.
18.08.2025
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ca. 2 Min.
Kunde lässt sich in Baumarkt über Werkzeug beraten
kalinovsky / Depositphotos.com
Viele Verbraucher kaufen nach Beratung im Laden online ein. Ist das „Beratungsklau“ oder fairer Wettbewerb?


Rund ein Drittel der Verbraucher:innen in Deutschland lässt sich im stationären Handel beraten, kauft das Produkt jedoch nach einem Preisvergleich online. Dieses Verhalten, auch „Beratungsklau“ genannt, sorgt für Diskussionen. Eine repräsentative YouGov-Umfrage im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur zeigt: Während 46 Prozent der Befragten das Vorgehen ablehnen, befürworten es 14 Prozent. Jede:r Dritte (34 Prozent) zeigt sich unentschlossen. 

Profitiert der Online-Handel wirklich?

Für stationäre Händler:innen ist das Vorgehen ein ernstes Problem. Der wirtschaftliche Schaden lasse sich schwer berechnen, aber viele Anbieter sind in der Praxis mit dem Phänomen konfrontiert. So beobachte etwa der Schuhhändler Petar Punjek, der ein Geschäft in Karlsruhe betreibt, immer häufiger, dass sich Kund:innen ausführlich beraten lassen, gar Fotos von den Schuhen machen, dann aber nicht kaufen, sondern online nach günstigeren Angeboten suchen, wie der Spiegel schildert

Stefan Genth, Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Deutschland (HDE), kann das Problem nachvollziehen: „Wenn ich als stationärer Händler viel Geld in die Ladenmiete und in kompetentes Personal investiere, dann ist es natürlich sehr schmerzhaft, wenn die Kunden nur die Beratung abgreifen und dann bei anderen Anbietern online shoppen gehen.“ Gleichzeitig betont er, dass das umgekehrte Phänomen häufiger vorkomme. „Die Kunden entscheiden selbst, wo sie sich informieren und wo sie einkaufen wollen.“

Dies ist letztlich die Grundlage eines freien Wettbewerbs. Die Kundschaft wird sich stets für das beste Angebot entscheiden. Die Produktrecherche geschieht heutzutage in der Regel online. Finden die Kund:innen auch die notwendigen Informationen und das beste Angebot im Netz, wird dort auch der Kauf durchgeführt. Stationäre Anbieter wiederum profitieren von persönlicher Beratung – müssen aber auch preislich attraktiv sein, um die Kundschaft zu halten. 

Artikelbild: http://www.depositphotos.com

Veröffentlicht: 18.08.2025
img Letzte Aktualisierung: 18.08.2025
Lesezeit: ca. 2 Min.
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Christoph Pech

Christoph Pech

Christoph schreibt über KI, digitale Innovationen und Payment-Lösungen – immer mit einem Blick auf smarte Technologien.

KOMMENTARE
1 Kommentare
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Michael
18.08.2025

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Wie sieht das in der Praxis aus? Um als stationärer Händler (Modellbahn) attraktiv zu sein, erwartet die Kundschaft (oder besser Diebschaft?) billige online-Preise und die kompetente Beratung on Top. Das ist über die Jahre mit ausufernden Kundenrechten geschürte Haltung. Umgehen lässt sich das wirkungsvoll nur, wenn (weitergehende) Beratung einfach berechnet wird. Spätestens, wenn in unserem Fall die teure digital gesteuerte Lok dank netter Internet-Tipps nicht mehr fährt und vielleicht sogar die Elektronik in Rauch aufgegangen ist, versteht es der Kunde... Das muss man sicher aber als Händler leisten können.