Aldi kehrt dem Online-Handel den Rücken

Veröffentlicht: 31.03.2025
imgAktualisierung: 31.03.2025
Geschrieben von: Hanna Behn
Lesezeit: ca. 2 Min.
31.03.2025
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Aldi-Süd-Logo auf einem Schild vor blauem Himmel
jax10289 / Depositphotos.com
Nach vier Jahren lässt der Discounter sein Online-Angebot von Nonfood-Artikeln nun Ende September auslaufen.


Nach nur wenigen Jahren Betrieb stellen Aldi Nord und Aldi Süd ihren gemeinsamen Online-Shop ein. Auf aldi-onlineshop.de sind keine Lebensmittel, sondern lediglich Nonfood-Produkte wie Elektronik und Computer, Garten-, Baumarkt- oder Sport-Artikel, aber auch Haushaltswaren, Drogerieprodukte, Mode sowie Einrichtungs- und Tierbedarf erhältlich.

Ende September soll damit aber Schluss sein. Bestellungen seien noch bis zum 30. September möglich, meldete zunächst die Lebensmittelzeitung

Online-Shop nicht profitabel

Kund:innen sollen per Newsletter sowie durch einen Hinweis im Shop über die Schließung informiert werden. Eine offizielle Mitteilung des Unternehmens oder auch entsprechende Benachrichtigungen liegen bislang noch nicht vor. Aldi bestätigte die Angaben aber gegenüber der Deutschen Presseagentur (dpa). Demnach sei der Online-Shop nicht profitabel gewesen. Aldi wolle sich auf das Kerngeschäft und den stationären Handel fokussieren, heißt es in dem Bericht.

Infolge der Schließung werden etwa 80 Angestellte ihren Job verlieren. Erste Gehversuche im Online-Handel hatte Aldi bereits 2015 im Vereinigten Königreich gewagt. Hierzulande hatte der Discounter verschiedene Lieferservices eingeführt, aus denen schließlich im September 2021 der Online-Shop für Nonfood-Produkte entstand. Künftig sollen die Nonfood-Artikel – wie zuvor – nur noch stationär in den Aldi-Filialen erhältlich sein.

Teile des Online-Geschäfts bleiben erhalten

Aldi will allerdings nicht alle Online-Dienstleistungen abschalten. So bleiben die Internetpräsenz und auch die Apps des Discounters bestehen, in denen unter anderem Sonderangebote sowohl zu Lebensmitteln als auch zu den Nonfood-Produkten geteilt werden. Ebenso will das Unternehmen Angebote wie AldiTalk, AldiReisen und AldiFoto auch künftig im Netz anbieten.

Veröffentlicht: 31.03.2025
img Letzte Aktualisierung: 31.03.2025
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Hanna Behn

Hanna Behn

Hanna widmet sich am liebsten den Themen E-Commerce-Trends, Leadership und Unternehmertum.

KOMMENTARE
4 Kommentare
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Hubi
01.04.2025

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Leider war das Konzept dort nicht zu Ende gedacht. Nun überlässt man LIDL das Feld, die mit Ihrem ganzheitlichem Ansatz einiges besser machen.
HausundWerkstatt24
01.04.2025

Antworten

Ein Zeichen, das Aldi den Schuß nicht gehört hat. Lidl feiert Umsatzrekorde online und Aldi verzichtet auf einen Marktplatz bei dem äußerst profitabel ihre Nonfoodartikel aus den Aktionen verkauft werden könnten. Hätte mir jemand dieses Geschäft angeboten, ich hätte es sofort übernommen.
olli
01.04.2025
Das glaube ich nicht. Der Online Handel ist nicht überall so profitabel wie gedacht. Zumal schmeißt der Deutsche Staat sowie die EU peramanent einem Stöcke zwischen die Beine. Verordnung hier, Link-Pflicht da, Müllverordung, EU Auslandsversand Sonderregeln usw.. Gefühlt jede Woche kommt ein neuer Mist dazu. Wenn man nicht zu den ganz großen zählt ist das schnell ne 0 Nummer. Und ich glaube das Konzept von Aldi ist Qualität einfach und günstig. Lidl hat nur den Vorteil mit der Schwarzgruppe zusammen zu hängen. App und Shop sind da praktisch unter einem Dach und wurde durch die Übernahme von Real.de gut ausgeweitet. Aldi müsste dass alles alleine aufholen
Robert
31.03.2025

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Ich glaube ALDI Online wird wirklich keiner so richtig vermissen. Weil dort werden hauptsächlich nur Garten- und Haushaltsartikel angeboten. Für Lebensmittel geht man sowieso direkt zu ALDI.