Modekäufer entscheiden meist situativ
Für Online-Händler, die bereits Cross-Channel-Strategien haben, ist es besonders wichtig, eine reibungslose Verzahnung zwischen Off- und Online-Vertriebskanälen haben, denn die stationären Läden stehen im starken Wettkampf zum Online-Shop. Von den Befragten gaben über ein Drittel (35 Prozent) an, dass sie das Einkaufen im Modegeschäft bevorzugen, 23 Prozent hingegen favorisieren den Kauf im Internet. Der Großteil der Befragten (42 Prozent) gab jedoch an, dass sie die Entscheidung spontan treffen würden und je nach Situation entweder im Online-Shop oder im Geschäft einkaufen.

Da die Mehrheit der Kunden je nach Situation eine Kaufentscheidung trifft, müssen Online-Händler, die stationäre Läden betreiben, sich auf deren Wünsche einstellen und ihre Mitarbeiter entsprechend serviceorientiert schulen. Als Beispiel dafür, führt die Studie die Out-of-Stock-Situation an. Wenn ein Artikel im Ladengeschäft vergriffen ist, ist der Verkäufer die erste Anlaufstelle. Laut Studie hatte bereits jeder Zweite der Umfragen-Teilnehmer (52 Prozent) Kontakt zu einem Mitarbeiter.
Erstaunlich ist dabei, dass nur 14 Prozent der Befragten darauf aufmerksam gemacht wurden, dass der Artikel entweder im Online-Shop des Unternehmens bestellt werden kann (10 Prozent) oder, dass der Mitarbeiter den Artikel selbst bestellt hat und dieser dann zum Kunden nach Hause geliefert wurde (4 Prozent). Dafür wurde fast ein Drittel (32 Prozent) darauf hingewiesen, dass der Artikel im Modehandel nicht erhältlich ist. Eine solche Antwort wirkt sich negativ auf das Kauferlebnis aus, wodurch es zu einem Imageverlust kommen kann. Entsprechend wenig überraschend ist die Tatsache, dass 68 Prozent der Befragten schließlich das Produkt in einem Online-Shop eines anderen Anbieters gekauft haben.

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