Die StartUp-Szene ist von Männern dominiert – Frauen sind, wenn es um Unternehmensgründungen geht, deutlich zurückhaltender. Das möchte die Bundesregierung offenbar ändern. Dazu haben Bundesfrauenministerin Manuela Schwesig und Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel eine gemeinsame Initiative vorgestellt, die Frauen bei der Existenzgründung unterstützen soll.

(Bildquelle Gründerin: Jirsak via Shutterstock)
Wenn es um Unternehmensgründungen geht, zeichnet sich vor allem ein deutliches Bild ab: Die Szene ist von Männern dominiert. Gründerinnen sind selten. Reine Frauenteams noch seltener: Ihr Anteil betrug im Jahr 2008 gerade einmal 1,1 Prozent. Und auch die Gründungen mit Frauenbeteiligung, der stärkste Gründungstyp, erreichte mit 23,7 Prozent nicht einmal einen Anteil von einem Viertel aller Gründungen. Insgesamt waren fast zwei Drittel (59 Prozent) aller Unternehmensgründer im Jahr 2008 männlich. Im Jahr 2013 sank der Männeranteil leicht auf 57 Prozent. Dem Hamburger Abendblatt zufolge beträgt der Frauenanteil bei Existenzgründungen derzeit aber lediglich 30 Prozent.
Die Politik will nun Frauen gezielt dabei unterstützen, vermehrt den Schritt zur Unternehmensgründung und zum Unternehmertum zu wagen. Bundesfrauenministerin Manuela Schwesig und Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel, beide SPD, stellten dazu im Betahaus ihre gemeinsame Initiative „FRAUEN gründen“ vor. Die Minister betonten laut Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, dass das Gründerinnenpotenzial in Deutschland „bei weitem nicht ausgeschöpft“ sei. Frauen, so die Absicht der Initiative, sollen „mit der gleichen Selbstverständlichkeit wie Männer“ in die Selbstständigkeit gehen.

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