Verstaubte und verschenkte Dachbodenschätze
Wer als Privatperson antike oder gebrauchte Waren auf dem Dachboden findet, dem stehen eigentlich zahlreiche Möglichkeiten offen, diese in bares Geld zu verwandeln. Denn neben dem traditionellen Flohmarkt gibt es auch allerhand digitale Varianten, das gebrauchte Gut loszuwerden: zum Beispiel über diverse Online-Marktplätze, regionale Kleinanzeigen oder andere Portale, die nicht nur professionelle, sondern auch private Händler zulassen.
Aus Sicht gewerblicher Händler könnte es durchaus von Nachteil sein, wenn das „Re-Buy-Format“ – also der Wiederverkauf von Dingen – im privaten Sektor einen populären Schub bekäme. Denn damit würde die Masse der Konkurrenz weiter anwachsen. Doch ein solcher „Hype“ ist derzeit nicht zu fürchten. Glaubt man einer aktuellen forsa-Studie (im Auftrag von reBuy), so gelangen gebrauchte Waren zu einem Großteil gar nicht wieder auf den Markt, sondern werden in über 70 Prozent der Fälle an Familienangehörige, Freunde, Bekannte etc. verschenkt.
Doch auch andere Privatpersonen, die weniger freigiebig sind, nutzen nicht die digitalen Möglichkeiten, die ihnen geboten werden: So lassen 43 Prozent der deutschen Verbraucher ihre Dachbodenschätze und gebrauchte Waren wie DVDs, Bücher oder Smartphones eben dort verstauben, wo sie auch zwischenlagern. Hauptgründe für diese zögerliche Haltung gegenüber dem Online-Handel sind vor allem zeitlichen und pragmatischen Aspekten geschuldet.
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