Die 90er Jahre waren fast so etwas wie eine Buchclub-Ära: Der Bertelsmann Buchclub lockte die Kunden in Scharen mit seinem Abo-ähnlichen Konzept an. Mehrbändige Nachschlagewerke und regelmäßig gelieferte Buchpakete des Unternehmens waren in zahlreichen Haushalten zu finden. Doch der Hype um den Lese-Club ist längst vergangen. Nun zieht Bertelsmann die Konsequenz und verkündet die Schließung seines traditionsreichen Clubs.

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Seit Monaten und Jahren bröckelte der Bertelsmann Buchclub unaufhörlich – nun ist das Ende beschlossen. In einer Pressemitteilung verkündete die DirectGroup, ein Tochter-Unternehmen des Medien-Riesen Bertelsmann, die Schließung seines Clubs bis 2015. Das Medien-Unternehmen könne den Fortbestand des Buchclubs aufgrund der „rückläufigen wirtschaftlichen Entwicklung seiner Aktivitäten in Deutschland, Österreich und der Schweiz“ das Fortbestehen nicht länger gewährleisten. Auch eine wirtschaftliche Perspektive sei nicht mehr gegeben.
Der Bertelsmann Buchclub konnte sich schon länger nicht mehr gegen die zahlreichen Konkurrenten auf dem deutschsprachigen Buchmarkt behaupten. Besonders dem tief greifenden Wandel und der Digitalisierung des Buchsegments, auf die sich andere Unternehmen bereits vor Jahren eingestellt hatten, war der Bertelsmann Buchclub anscheinend nicht gewachsen.
„Die Entscheidung, unsere deutschsprachigen Club- und Direktmarketinggeschäfte einzustellen, ist uns nicht leicht gefallen. Trotz intensiver Versuche, das Clubmodell weiterzuentwickeln, hat sich nun im deutschen Markt gezeigt, dass das Geschäftsmodell des Clubs wirtschaftlich keine tragfähige Perspektive mehr hat“, kommentiert Fernando Carro, vom Group Management Committee Bertelsmann.
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