Welche Zahlungsmethode wünscht die Zielgruppe?
Wenn es auf der einen Seite bei fehlenden Zahlungsoptionen zu Kaufabbrüchen kam, konnte auf der anderen Seite ein Umsatzanstieg verzeichnet werden, wenn die angebotenen Payment-Varianten den Kundenwünschen entsprachen. Die deutlichsten Wachstumsraten lassen sich laut Studienergebnissen bei PayPal und Amazon Payments verzeichnen. Nach der Einführung von PayPal haben drei von vier Online-Händler eine positive Wirkung auf ihren Umsatz wahrgenommen. Beim unternehmenseigenen Dienst von Amazon war es etwa jeder Dritte. Und die Steigerungen waren beachtlich: In beiden Fällen lagen sie bei über 20 Prozent.
Doch auch die Einführung anderer Zahlungsoptionen kann sich für Online-Händler durchaus lohnen: Standen den Kunden nach einer Optimierung auch Prepaid-Karten (58,1 Prozent), Kreditkarten (57,9 Prozent), Rechnungskauf (56,6 Prozent) oder SOFORT Überweisung (33,1 Prozent) zur Verfügung, bahnte sich bei den befragten Verkäufern ein Umsatzanstieg zwischen etwa 11 und 15 Prozent an. Gerade die beliebtesten Zahlungsoptionen – nämlich PayPal und Rechnung – können die Quote der Kaufabbrüche unter Umständen um bis zu 25 Prozent verringern.
„Der richtige Payment-Mix ist ein kritischer Erfolgsfaktor von Online-Shops. Die Auswirkungen auf die Conversion Rate können gewaltig sein. Es kommt dabei nicht darauf an, möglichst viele Zahlungsmethoden anzubieten, sondern die von den jeweiligen Zielgruppen gewünschten. Dabei spielt auch die Möglichkeit, die Retourenquote zu senken, häufig eine wichtige Rolle“, kommentiert die Leiterin des ECC Köln, Sabrina Mertens.
Online-Händler sollten bei den Zahlungsoptionen daher nicht nur die eigenen Interessen wahren, sondern sich auch in die Lage der Kunden versetzen: Wenn den Bedürfnissen der Kunden genüge getan wird, kann dies dem eigenen Shop und auch den Umsätzen helfen.
Die Grafik des ECC zeigt die Ergebnise der Erhebung:

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