Biometrie: Typische Verhaltensmuster erkennen
Wie bewegt der Kunde seine Maus im Online-Shop? Wie nutzt er sein Smartphone? Das sind nur zwei von zahlreichen Möglichkeiten, Internetnutzer zu identifizieren. BioCatch möchte diese Möglichkeit, die wohl bislang nur Geheimdiensten und Polizeibehörden vorbehalten war, nun auch Online-Händlern zugänglich machen. Diese sollen durch das Anlegen digitaler Profile und Verhaltensmuster ihrer Kunden, abweichendes Verhalten bemerken und so auf mögliche Betrugsversuche rechtzeitig reagieren können. Zudem soll BioCatch nach Angaben des Unternehmens von sich aus typische Verhaltensmuster von Internetbetrügern erkennen und potentielle Betrüger im Voraus melden können.
„Die Plattform ist die logische Entwicklung unseres bisherigen Erfolges. Bislang haben wir vor allem Banken im Internet geschützt. Nun möchten wir die zwei größten Probleme im E-Commerce angehen: „Nutzererlebnis und Betrugsvorfälle“, sagte Benny Rosenbaum, Geschäftsführer von BioCatch.
BioCatch stößt mit seinem Produkt in einen aufstrebenden Markt. Zahlreich sind die Unternehmen, die versuchen mithilfe biometrischer Sicherheitslösungen das Internet und auch den E-Commerce sicherer zu machen. Selbst das Fraunhofer Institut forscht im Auftrag der Digitalen Wirtschaft an den Möglichkeiten einer „Digitalen Identität“. Auch große Unternehmen wie Apple oder Samsung haben ihre Smartphones bereits mit biometrischen Sensoren ausgestattet und halten sich so die mögliche Nutzung für den E-Commerce bereit.
Unternehmen wie PayPal sprechen sich für das biometrische Bezahlen aus. „Eine biometrische Lösung aufzubauen, verbessert nicht nur die Bedienbarkeit, sondern erhöht auch drastisch das Sicherheitsniveau", sagte kürzlich Joel Yarbrough, Leiter für globale Produktlösungen bei Paypal.
Kommentar schreiben