eBay nach Hackerangriff: US-Behörden nehmen Ermittlungen auf

Veröffentlicht: 23.05.2014
imgAktualisierung: 23.05.2014
Geschrieben von: Tina Plewinski
Lesezeit: ca. 3 Min.
23.05.2014
img 23.05.2014
ca. 3 Min.
Nach dem Hackerangriff auf das Online-Portal eBay steht das Unternehmen mächtig in der Kritik. Drei US-Bundesstaaten haben die Ermittlungen rund um den Vorfall aufgenommen.


Der Hackerangriff auf eBay war für viele Nutzer und Händler ein Schock. Obwohl es in der heutigen Zeit hin und wieder zu solchen Vorfällen kommt und Unternehmen auf solche Angriffe vorbereitet sein müssten, scheinen viele von ihnen oftmals machtlos. Dies ist einer der Gründe, warum die Angst vor Datenmissbrauch immer weiter wächst. Nun haben US-amerikanischen Behörden Ermittlungen gegen eBay eingeleitet. Es stellt sich die Frage, ob das Online-Portal die Daten seiner Nutzer besser hätte schützen müssen.

eBay nach Hackerangriff in der Kritik

(Bildquelle Zerbrochenes Schild: Maksim Kabakou via Shutterstock)

Drei US-Bundesstaaten untersuchen den Hackerangriff

Nach dem Schock kommt die Ernüchterung: eBay hatte vor wenigen Tagen einen Hackerangriff auf sensible Daten eingestanden. Bereits vor einigen Monaten, genauer gesagt zwischen Februar und März, sollen sich Unbekannte Passwörter von eBay-Mitarbeitern erschlichen haben. Auf diese konnten sie nicht nur auf das interne Firmennetz, sondern auch diverse Kundeninformationen zugreifen. Doch es stellt sich die Frage: Warum hat eBay so lange gebraucht, um das Sicherheitsleck zu entdecken? Warum hat eBay mit der Bekanntgabe der Cyberattacke so lange gezögert? Hätte man bessere Sicherheitsvorkehrungen treffen können?

Wie der Spiegel nun mitteilt, stellen sich diese Fragen nicht nur Brancheninsider, Händler und Verbraucher, sondern auch offizielle Stellen. Demnach streben aktuell mindestens drei US-Bundesstaaten eine Prüfung der eBay-Datenschutzmaßnahmen an: Illinois, Florida und Connecticut. Im Zuge der Ermittlungen gehe es um die Umstände, die zu dem massiven Datendiebstahl führten, die Sicherheitsvorkehrungen zum Schutz der Daten, die Menge der betroffenen Nutzerinformationen sowie die Reaktion von eBay auf den Hackerangriff.

Kritik durch Behörden, aber auch durch Nutzer

Viele Fragen zum Hackerangriff sind momentan noch ungeklärt oder werden von eBay nicht kommuniziert. Fest steht: Gestohlen wurden, wie wir bereits berichteten, sensible Kundendaten wie Kundennamen und E-Mail-Adressen, Telefonnummern, Wohnadressen und sogar die entsprechenden Geburtsdaten der User. Ein herber Schlag für ein Unternehmen mit rund 145 Millionen Nutzern. EBay hat bereits versucht, beruhigend auf die Außenwelt einzuwirken und darauf hingewiesen, seine Nutzer nach bestmöglichen Kräften zu schützen. Außerdem wurde allen registrierten User empfohlen, ihre Passwörter umgehend zu ändern.

Mit den Vorfällen rund um den Hackerangriff dürfte sich eBay nicht nur eine Ermittlung durch US-Behörden eingehandelt haben, sondern zugleich auch einen mächtigen Prestigeverlust und Kritik durch die vielen Millionen Kunden.

Veröffentlicht: 23.05.2014
img Letzte Aktualisierung: 23.05.2014
Lesezeit: ca. 3 Min.
Artikel weiterempfehlen
Tina Plewinski

Tina Plewinski

Tina fokussiert sich auf Amazon, Marketingstrategien und digitale Plattformen – inklusive der Schattenseiten wie Online-Kriminalität.

KOMMENTARE
1 Kommentare
Kommentar schreiben

Dr. Hans-Peter Vogt
26.05.2014

Antworten

Bei mir hat sich ebay erst vor 3 Tagen wegen der Passwortänderun g gemeldet, da hatte ich das Passwort schon vor einigen Tagen geändert. Soviel zum Kundenschutz.