Sie bilden die Grundfesten der digitalen Welt und des E-Commerce: Metadaten. Doch was eigentlich zum täglichen Handwerk eines jeden Online-Händlers gehören sollte, wird in der Buch-Branche allzu oft vernachlässigt. Dies zeigt zumindest eine aktuelle Studie, die offenbart, dass viele Bücher, die bei Amazon angeboten werden, nur unzureichend mit Informationen versehen sind.

(Bildquelle Bücher online : Adam Radosavljevic via Shutterstock)
Produktbeschreibung und Zusatzinformationen sind das A und O im digitalen Handel. Weil Kunden die Produkte des E-Commerce nicht in die Hand nehmen können, sie nicht fühlen, testen oder ausprobieren können, sind viele Online-Händler darauf bedacht, diesen Nachteil durch umfassende, ansprechende, informative und nützliche Texte oder Features auszugleichen. Umso erstaunlicher ist das alarmierende Fazit, das Wachter Digital Partners in seiner aktuellen Studie über Produktdarstellung im digitalen Handel zieht: Demnach werden Bücher auf Amazon von einem Großteil der untersuchten Verlage häufig nur mangelhaft präsentiert.
Und diese mangelhafte Bücher-Präsentation auf Amazon fängt nicht etwa bei Details und tendenziell unwichtigen Informationen an. Nein. Laut Studie sind bereits „lieblose, unattraktive Produkttexte oder fehlende visuelle Einblicke“ häufige Mängel. Dabei könnten Verlage und Händler mit ein wenig Aufwand umfangreiche und professionelle Angebote erstellen. Wichtige Features wie zum Beispiel aussagekräftige Produktbeschreibungen und Produktbilder, ein digitaler Blick in die Bücher, Autorenprofile, Pressestimmen und sonstige Zusatzmaterialien können Kunden schnell dazu animieren, sich für den Online-Kauf eines Buches zu entscheiden.
„Die Verlage können sich im stationären Handel auf kompetente Verkäufer verlassen – im digitalen Handel müssen sie das Verkaufsgespräch über die Produktdarstellung selbst führen“, kommentiert Christoph Nichau von wdp die dürftigen Präsentationen auf Amazon. „Dem stationären Geschäft geht meist die Informationssuche im Internet voraus. Das bedenken viele Verlage noch nicht ausreichend.“
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