Stationäres Geschäft als zusätzlicher Motor
Das Prinzip von Popup-Stores hat sich im E-Commerce schon in vielen Fällen durchgesetzt. Immer wieder gehen große Online-Unternehmen „offline“ und steigern durch „stationäre Aktionen“ ihre Bekanntheit bzw. kommen dadurch ihren Kunden näher. Wie eCommerceBytes berichtet, treibt Etsy auch aktuell die Offline-Pläne voran, indem Kooperationen mit verschiedenen Einzelhandels-Unternehmen laufen.
Bestes Beispiel ist die Zusammenarbeit mit West Elm. Das Unternehmen hat sich auf den Wohn-, Deko- und Einrichtungssektor spezialisiert und es sich zur Aufgabe gemacht, seine Kunden mit immer neuen Inspirationen und Wohnideen zu versorgen. Was bringt es jedoch einem etablierten Einzelhändler wie West Elm, die Produkte eines fremden Unternehmens zu verkaufen, mag man sich fragen? – Die Antwort liegt im Bereich der Kundenakquise: Denn indem das Einrichtungshaus durch handgemachte Produkte sein eigenes Sortiment erweitert, dürften sich mehr Kunden angesprochen fühlen, wodurch steigende Umsätze zu erwarten sind.
Dieses Popup-Konzept, das Etsy auch mit dem Fashion-Anbieter Nordstrom und dem Lebensmittel-Händler Whole Foods vorantreibt, kann als Teil neuer Expansionsbestrebungen gewertet werden. Wie wir bereits berichteten, will die Handmade-Plattform künftig nämlich nicht nur mit ausgewählten Einzelhändlern kooperieren, sondern im Prinzip allen stationären Händlern erlauben, Etsy-Produkte zu vertreiben. Möglich wird dies durch den Launch der neuen Großhandels-Plattform „Etsy Wholesale“, auf dem Player handgemachte Produkte auf B2B-Basis ordern können.
Durch die aktuellen Entwicklungen und Unternehmensprozesse erweitert Etsy sein Portfolio deutlich und dürfte sich in der Branche weiter behaupten.
Anbei einige Einblicke in die Popup-Kooperation zwischen Etsy und West Elm:

(Bildquelle Etsy popup at West Elm: winni3 via Flickr, nicht bearbeitet, bestimmte Rechte vorbehalten)
Beispiel eines Popupstores von Etsy bei West Elm
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