Amazon ist der „Totengräber“
Und genau hier liegt auch der Hund begraben – denn viele Händler fühlen sich durch Amazon stark unter Druck gesetzt. Zu viele kleine Konkurrenten hat der Online-Riese durch seine Übermacht bereits in die Insolvenz getrieben, zu viele Existenzen zerstört.
Als Amazon beispielsweise ankündigte, seine Kindle-Geräte künftig auch von Einzelhändlern vertreiben zu lassen, war die Entrüstung in der Branche groß: „Amazon ist der ,Totengräber' des stationären Einzelhandels. […] Vorher lasse ich mir beide Hände amputieren, bevor ich mit diesem Anbieter zusammenarbeite“, war da beispielsweise zu lesen. Andere Händler reagierten ähnlich: Amazon wolle die Konkurrenten ausnutzen und sie „ersticken und auszubluten“ lassen.
Betrachtet man sich solche kritischen Aussagen, darf vermutet werden, dass es durchaus einige Händler gibt, die sich im B2B-Bereich nicht in die Hände von Amazon begeben wollen. Doch eins steht fest: Mit dem nötigen Kapital im Rücken, den Marketing- und Strategie-Experten an der Seite und einem unbändigen Willen zu steten Expansion hat es Amazon bisher immer geschafft, Kunden vom eigenen Angebot zu überzeugen.
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