Höhere Zustellkosten in der Logistik müssen gedeckt werden
„Dass über die Hälfte der Befragten einen Aufpreis für Same-Day-Delivery ablehnt, steht dem deutlichen Mehraufwand für diesen Service diametral gegenüber. Denn natürlich müssen die den Logistikern entstehenden, höheren Zustellkosten an die Versender bzw. deren Kunden weitergegeben werden“, kommentierte Frank Iden, Vorsitzender der Geschäftsführung der Hermes Logistik Gruppe Deutschland die Studie. Wer neue und aufwändige Dienstleistungen wie die taggleiche Lieferung in Anspruch nehmen wolle, der müsse auch bereit sein dafür zu bezahlen“, so Iden.
Auch gegenüber sogenannten Versandkosten-Flatrates wie zum Beispiel Amazon Prime zeigten sich die befragten Verbraucher in Deutschland kritisch. Mehr als zwei Drittel der Studienteilnehmer wünschen sich laut der Untersuchung bei Online-Händlern keine jährlichen Pauschalgebühren für Portokosten. Für 14 Prozent sind Versandkosten-Flatrates interessant, 18 Prozent nutzen sie bereits, heißt es in der Studie.
„Wie sich die Nutzung von Services, wie Same-Day-Delivery oder Versandkosten-Flatrates in Deutschland zukünftig entwickeln wird, bleibt abzuwarten. Nichtsdestotrotz zeigen die Ergebnisse der Studie, dass die Versandabwicklung ein entscheidender Erfolgsfaktor für den Online-Handel ist“, sagte Georg Wittmann, Leiter des Studienprojektes ibi Research.
Selbst das Unternehmen eBay, dass bereits seit 2012 mit eBay Now Same-Day-Delivery anbietet, zweifelt an der Reichweite der Versandlösung. Seiner Meinung nach wollen Verbraucher die Wahl zwischen verschiedenen Versandlösungen haben und nicht jeder Verbraucher halte es für nötig, bestellte Produkte so schnell wie möglich geliefert zu bekommen.
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