Die Softwarefirma EyeQuant hat in einem Experiment gemeinsam mit der Universität Osnabrück die Augenbewegungen von Online-Shoppern untersucht. Über 200 Webauftritte aus dem E-Commerce wurden dabei analysiert. Die Ergebnisse zeigen, dass Verbraucher kaum auf einfache Webdesign-Kniffe anspringen.

(Bildquelle Eye-Tracking: Aleksandar Mijatovic via Shutterstock)
Worauf schauen Online-Kunden als erstes, wenn sie einen Online-Shop im Internet besuchen? Auf das Firmenlogo? Auf die Rabattaktion? Oder auf Fotos von Personen? Eine Frage, die viele Online-Händler umtreibt. Die deutsche Softwarefirma EyeQuant hat in ihrer aktuellen Studie untersucht, worauf Kunden besonders achten, wenn sie online einkaufen. Gemeinsam mit der Universität Osnabrück haben die Forscher die Augenbewegungen von Probanden beim Online-Shopping analysiert und überraschendes festgestellt.
Für die Studie analysierte EyeQuant mithilfe des Eye-Trackings die Daten von 46 Probanden, während diese auf 200 E-Commerce-Seiten Produkte eingekauft haben. „Wir haben 261.150 Fixationen insgesamt gespeichert. Im Durchschnitt betrachteten die Probanden eine einzelne Webseite 15 Sekunden lang“, so EyeQuant. Unter einer Fixation versteht man dabei, das rund 0,3 Sekunden andauernde Verweilen des Auges auf einen Fixationspunkt des Online-Shops. Durchgeführt wurde das Experiment im Institut für Neurobiopsychologie der Universität Osnabrück. Die Ergebnisse sind insofern überraschend, als das sie einigen Mythen des Webseiten-Designs widersprechen.
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46 Probanden * 200 Webseiten * 15 Sek * 3 Fixationen/Sek = 414‘000 Fixationen.
Sind somit 33% der möglichen Fixationen verloren gegangen? Ich würde erwarten, dass die Anzahl „verlorener Fixationen“ rfasst als kleine Texte. Mit AIOs kann ganz klar nachgewiesen werden wie viele Probanden wie schnell und wie lange diese Bereiche fixiert und visuell Wahrgenommen haben. Bei Eye Tracking Tests ist eine AOI Analyse kaum ein Mehraufwand, bringt aber viele zusätzliche nützliche Erkenntnisse.
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