Der neue ProSiebenSat.1-Chef Max Conze will den Konzern zu einem digitalen Unternehmen umbauen und kräftig in die E-Commerce-Sparte investieren. Die Anteilseigner dürfte dieser Schritt zunächst nicht schmecken.
Der seit Juni dieses Jahres amtierende ProSiebenSat.1-Chef Max Conze hat in einer Ad-hoc-Mitteilung verkündet, wie die Zukunft des Medienkonzerns gestaltet werden soll. „Für ein modernes und zukunftsorientiertes Entertainment-Geschäft wird ProSiebenSat.1 ab 2019 zusätzlich in lokale Programminhalte, den Ausbau digitaler Plattformen und eine verbesserte Monetarisierung der Reichweite investieren“, heißt es in der Mitteilung. Gleichzeitig hat ProSiebenSat.1 seinen Finanzausblick für das Gesamtjahr 2018 angepasst. Der Konzernumsatz soll nun – bereinigt um Konsolidierungs- und Währungseffekte aufgrund moderatem organischem Umsatzwachstums – im niedrigen einstelligen Prozentbereich wachsen. Zuvor hatte der Konzern mit einem Wachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich gerechnet.
Conzes größtes Ziel sei es, den Umsatz von ProSiebenSat.1 in den kommenden fünf Jahren von derzeit vier auf sechs Milliarden Euro zu steigern, heißt es beim Handelsblatt. Auch der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) soll stark wachsen: Der neue Konzernchef strebt eine Steigerung um 50 Prozent auf 1,5 Milliarden Euro an.
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