In die Debatte um Steuerdumping großer Digitalkonzerne hat sich jetzt auch Finanzminister Olaf Scholz eingeschaltet und mit einem weltweit gültigen Mindeststeuersatz einen neuen Ansatz zur Lösung des Problems in den Ring geworfen.
Noch vor wenigen Wochen wurden die Pläne, eine neue Digitalsteuer für große Konzerne wie Facebook, Google und Co. zu schaffen, ad acta gelegt. Damals sprach das Bundesfinanzministeriums von einer „Dämonisierung der großen Digitalunternehmen“, die man durch eine mögliche neue Steuer nicht entfachen will. Das Vorhaben einer fairen Besteuerung von Internetkonzernen wurde allerdings nicht vollständig begraben. Nun hat sich Bundesfinanzminister Olaf Scholz mit einem neuen Lösungsansatz zur Wort gemeldet. „Wir brauchen einen weltweit gültigen Mindeststeuersatz, den kein Staat unterschreiten darf“, zitiert ihn die Welt mit Verweis auf einen Gastbeitrag in der Welt am Sonntag. Damit solle „der Verlagerung von Gewinnen in steuergünstige Orte“ entgegengewirkt werden. Konkrete Angaben zur Höhe eines möglichen Steuersatzes machte er noch nicht.
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