Mit einer Beschwerde bei den Datenschutzbehörden will Browser-Anbieter Brave ein Verfahren gegen Google anstrengen. Sein Kritikpunkt: Personalisierte Werbung. Ob die Beschwerde Erfolg hat, wird angezweifelt.
Johnny Ryan, Manager des Browser-Anbieters Brave, schießt gegen Google. Wie Ryan im Unternehmens-Blog verkündet, habe man mehrere Beschwerden bei den britischen und irischen Datenschutzbehörden eingereicht, um ein Verfahren gegen Google und andere Werbefirmen anzustrengen. Konkret geht es Ryan um das „Programmatic Advertising“, bei dem Werbung nicht auf bestimmten Websites gebucht wird, sondern offene Werbeplätze noch während des Ladevorgangs in Echtzeit-Auktionen offeriert werden.
Ryan nennt das Geschäft mit persönlicher Werbung eine „datenschutzfreie Zone“. „Jedes Mal, wenn eine personalisierte Anzeige angezeigt wird, werden intime Daten über den Nutzer an Dutzende oder Hunderte von Firmen gesendet". Vor allem Echtzeitmarktplätze, auf denen Werbeplätze gehandelt werden, sind Ryan ein Dorn im Auge, weil Daten an viele Werbedienstleister weitergegeben würden, ohne Kontrolle, was mit den Daten geschieht.
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