Der Bertelsmann Club streicht Filialen und Arbeitsplätze
Obwohl die Bertelsmann SE & Co. KGaA zu den weltweit größten Medienunternehmen gehört, läuft es nicht in allen Bereichen rund. So war der Konzern beispielsweise Gesellschafter des digitalen Zeitungskiosks Pubbles, der im vergangenen Jahr seine Pforten schloss. Auch der Bertelsmann Club, der in den 90er Jahren große Erfolge feierte, bröckelt. Und so sollen in den kommenden Monaten weitere Rückbaumaßnahmen erfolgen.
Welche Konsequenzen die schwächelnden Zahlen haben, zeigt buchreport auf. Demnach könnte jede zweite Bertelsmann Club-Filiale geschlossen werden. In Zahlen bedeutet dies: Wo im Jahr 2010 noch 240 stationäre Läden zur Verfügung standen, um Kunden zu bedienen, sollen (inklusive der 41 geplanten Schließungen) letztendlich weniger als 60 Zeilenreich- und Bertelsmann-Filialen verbleiben.
Betroffen seien jene Standorte, die „keine schwarze Null“ schreiben. Diese Ausdünnung um 75 Prozent innerhalb weniger Jahre verdeutlicht erneut den harten Kampf, der den Buchmarkt auch in Deutschland beherrscht.
Wie nicht anders zu erwarten, hat eine so radikale Standortstreichung auch personelle Folgen, weshalb viele Mitarbeiter um ihre Arbeitsplätze bangen. Laut einer Betriebsvereinbarung zwischen Betriebsrat und Geschäftsleitung sollen nämlich innerhalb der kommenden anderthalb Jahre ein Viertel aller Stellen gestrichen werden. So seien beispielsweise in Berlin und Rheda von 226 Vollzeitstellen nur noch 146 vorgesehen.
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