Der grenzüberschreitende Handel erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Vor allem durch den Online-Handel und die Globalisierung beflügelt, kaufen Online-Kunden immer häufiger auch in fernen Ländern ein. Für Online-Händler ergeben sich damit auch neue Umsatzpotenziale in anderen Märkten – wenn sie denn wissen, welche Märkte für sie interessant sind.
Viele Menschen nutzen das Internet, um grenzüberschreitend bei ausländischen Händlern einzukaufen. Allein in Deutschland kauft jeder dritte Kunde (32 Prozent) im Jahr 2017 auch grenzüberschreitend im Internet ein, wie die Ipsos-Studie „PayPal Cross-Border Consumer Research 2018“, die OnlinehändlerNews exklusiv vorliegt, zeigt. Im Vorjahr waren es noch 27 Prozent der Deutschen Online-Kunden, die auch in anderen Ländern eingekauft haben. Damit ist der Anteil der Menschen, die grenzüberschreitend einkaufen, leicht gestiegen. 679 Euro habe jeder von ihnen dabei im grenzüberschreitenden Handel ausgegeben, womit ein Gesamtumsatz von rund 13 Milliarden Euro durch Einkäufe im Ausland erzeugt wurde. Für das Jahr 2018 rechnet die Studie mit einem Wachstum von fünf Prozent.
Ähnlich wie in Deutschland sieht es auch in vielen anderen Ländern aus. Es gibt nur wenige Länder, in denen die Online-Kunden nicht oder sehr selten grenzüberschreitend einkaufen. Japan ist – überraschenderweise – ein solches Land: Hier haben die Kunden im grenzüberschreitenden Handel im Jahr 2017 durchschnittlich lediglich 34.617 Yen (rund 269 Euro) ausgegeben. Von den 88,3 Millionen Online-Shoppern in dem Land kauften auch nur 5,7 Millionen im Ausland ein, wie der Länder-Report zeigt. In Deutschland waren es im Vergleich 19,2 von 60,8 Millionen Kunden, die auch bei ausländischen Online-Shops eingekauft haben. Spitzenreiter im grenzüberschreitenden Einkaufen sind übrigens die USA und China: In den Staaten kauften 55,6 von 163,2 Millionen Online-Kunden im Ausland ein und gaben im Schnitt 1.307 US-Dollar (etwa 1.128 Euro) aus, im Reich der Mitte waren es sogar 109,7 von 257,5 Millionen Kunden, die pro Kopf 9.996 Yuan (etwa 1.262 Euro) beim grenzüberschreitenden Einkauf ausgegeben haben.



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super interessanter Artikel!
Die einzelnen Mechanismen die zum rasant wachsenden Cross Border eCommerce führen, kann ich aus der täglichen Praxis nur bestätigen.
Allerdings hat es in der Studie noch einen "weissen Fleck" ;-). Die Schweiz ist ein extrem wichtiger Markt für deutsche Händler! Hintergrund sind genau die genannten Trigger - es gibt wesentlich mehr Auswahl im deutschen eCommerce Markt und die Produkte sind in der Regel signifikant günstiger - da shoppt man als Schweizer gerne!
Wer mehr zu diesem Markt erfahren will ist bei diesem Artikel gut aufgehoben:
[Anm.: Link von der Redaktion entfernt]
Cheers
Patrick
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