Der deutsche Handmade-Marktplatz DaWanda hat verkündet, sein Geschäft zum 30. August 2018 einstellen zu müssen. Das sorgt für ein Beben im deutschen E-Commerce-Markt. Anne Heisig ist Händlerin auf DaWanda und wurde – wie viele andere auch – von dem Ende des Marktplatzes überrascht.
Das plötzliche Ende des deutschen Handmade-Marktplatzes DaWanda hat für ein wahres Beben in der E-Commerce-Landschaft gesorgt. Das liegt nicht zuletzt daran, dass die Nachricht über die baldige Schließung der Plattform überraschend und früher als geplant verkündet werden musste – eigentlich wollte das DaWanda-Team am Montag über die Schließung informieren, doch durchgesickerte Gerüchte zwangen das Unternehmen dazu, sich bereits am Samstag zu äußern.
Anne Heisig, die seit zehn Jahren mit ihrem Shop Anne Svea auf DaWanda aktiv ist und auf dem Marktplatz Accessoires und saisonale Geschenkartikel verkauft, wurde von dem plötzlichen Ende der Plattform ebenso überrascht. „Ja, die Schließung von DaWanda hat uns als Händler leider absolut überrascht“, erklärt sie im Gespräch mit OnlinehändlerNews. „Dass es DaWanda zwischenzeitlich nicht gut ging, wussten wir ja aus den Medien. Aber wir wussten nicht, wie schlecht es zur aktuellen Stunde um die Plattform steht.“ DaWanda hatte im Januar 2017 rund ein Viertel der Belegschaft entlassen müssen – doch zuletzt standen die Zeichen eigentlich wieder auf Wachstum.
Kommentar schreiben
Antworten
1000 Punkte !
Ja Ja - die bösen Chinesen - wie können die nur - den armen Deutschen Markt mit Ihren Schrott überfluten ???
also ich kann nur bei Mode aussagen treffen - und die Qualität ist im Durchschnitt auch nicht schlechter /oder besser als alles andere und das meist preiswerter (aber auch nicht immer die billigsten !)
vieles widerspricht sich sowieso - wieviele sogenannte Markenprodukte werden in China hergestellt ,und von Computer- und Teilen und den allseits so beliebten Telefonen ganz zu schweigen - da regt sich keiner auf - warum lassen wir die nicht hier in Berlin produzieren ? kostet dann wahrscheinlich nur das 3-fache - aber es wäre dann MADE in Deutschland - mit allen unnötigen Steuern und Gesetzen belegt ,und vielleicht würde doch jemand dann mal auf die Idee kommen ? - nicht wegschmeissen - sondern reparieren !
das war nämlich das krasse in der DDR - "" nicht nur weil es nicht´s gab "" - sondern auch weil alles so schon teuer war (ausser die 0815 Lebensmittel) hat man alles reparieren lassen - aber wahrscheinlich muss man das in der Regierung erst neu erfinden - wie das Flaschenpfand u.ä. !?
Ihre Antwort schreiben
Antworten
Eine Sauberhaltung des Wettbewerbsrech tes???? Und was ist mit Werbungen wie "heute mehrwertsteuerf rei" oder die Dummhaltung und Köderung der Verbraucher mittels der in den Artikelpreis eingebauten Versandkosten oder den Slogans "Versandkostenfrei".
Das und vieles mehr ist eine dreckige Lüge und entbehrt auch jeglicher Logik, dem Anstand und dem was ein Staat zulassen sollte.
Oder der allgemeine Wucher. Beispiel welches ich immer gerne aufführe ist der Adapter für Apple der hier mittlerweile unisono 35 Euro kostet und den man aus China aus der gleichen Fabrik (und dies noch über Zwischenhändler ) für 1,5 Euro incl. Versand kaufen kann. Es muss jedem Vollhorst einleuchten, dass hier nicht der 1,5 Euro Adapter zu preiswert verkauft wird, und mann muss hier nicht wie andauernd parliert über die mehrwertsteuerf reien Lieferungen der Chinesen ablästern (nur weil seine eigenen für 1 Euro importierten Stecker dann nicht mehr für 35 Euro an JEDEN verkauft werden können), sondern man muss sich bewusst werden, dass nicht die Waren das teure sind, sondern wir hier ein dekadentes System sind, welches sich bzw. seine Bürger seine ganze Bürokratie bezahlen lässt.
Überall Steuern, überall Abgaben und überall Kontrolleure und Hemmnisse, die es mit viel Zeit und damit halt Geld beiseitezuräume n gilt. U.a. die enorme rechtliche Verordnungswut.
Wir sind die Arschlöcher und wir sind an allem Schuld, kein einziger Chinese.
Also kein Wunder, dass wenn man DaWanda heisst kein Fuss an den Boden bekommt.
Ihre Antwort schreiben
Antworten
Die Zahl echter, von einer Person mit Gesicht und Händen kreierter Waren schrumpfte. Die Kunden haben natürlich massenhaft Massenware gekauft - was auch sonst. So wie bei Ebay und Amazon.
Der Verkauf blieb schleppend - selbst auf Massenwarenplat tformen konnte ich meine Sachen besser verkaufen als auf Dawanda. Dann kamen die destruktiven Abmahnwellen. Ich erlebte, wie andere Händler ihren Shop schlossen: die, die echte DIY-Waren verkauften, weil gerade sie durch diese unsinnige Abmahngesetzgeb ung vernichtet wurden.
Dawanda hat sich viel zu spät erst für sein echtes Profil stark gemacht, und dazu hätte auch eine RECHTZEITIGE politische Aktion zB gegen das Abmahnunwesen gehört. Es ist Unsinn, die Verantwortung dafür an die DIY-Händler abzudrücken, denn die sind naturgemäß hier am schwächsten Punkt getroffen. Wenn die Stammhändler erst massenhaft werden versehentlichen falschen Wörtern in ihren Rechtstexten abgemahnt werden müssen, bevor ein Anbieter realisiert, dass damit seine Plattform in Überlebensnot kommt, dann ist da mehr als nur eine Sache schiefgelaufen. Es genügt nicht, die Verkäufer darauf hinzuweisen, dass sie halt für unmäßige Preise ein RA-Team konsultieren können und anschließend den Kopf in den Sand zu stecken: Dawanda sah doch, was umgesetzt wird, und hätte wissen müssen, dass die meisten Kleinen das nicht stemmen oder auch nicht stemmen wollen, weil sie sonst nur noch für Dawanda und RA-Teams arbeiten.
Fazit: echte DIY-Händler wurden schutzlos vernichtet und Dawanda war vermutlich froh, durch die Massenware selber Umsätze machen zu können.
Schade.
Ihre Antwort schreiben
Antworten
Dawanda ist da schon auf einem schlechten Pferd gesessen. Warum geht es immer auf Wachstum? Das funktioniert doch auf Dauer nicht. Das verdrängt und veräppelt die, die meinen, sie können sich einfach mal so selbständig machen.
Dawanda hat die Gebühren kräftig erhöht, die eigenen Kosten haben sich so gut wie verdoppelt, weil der Umsatz sich nicht wesentlich erhöht hatte.
Hinzu kommt, dass die Abmahnwelle ebenso vernichtend war und die Angst im Nacken sitzt, noch einmal irgendwo einen winzigen Fehler in AGB`s o.a. zu begehen. Ich habe mich von der Abmahnung auch nur schwer erholt, und jetzt das.
Etsy ist meiner Meinung nach zu groß, gefunden zu werden im weltweiten Markt ist sicher Glückssache, um zu funktionieren muss man erst einmal ganz schön investieren. Ich stehe immer noch auf Regionalem, da das unverwechselbar Gute doch das Wertvollere und Nachhaltigere ist.
Ihre Antwort schreiben
Antworten
Ihre Antwort schreiben
Antworten
Ihre Antwort schreiben
Antworten
Ihre Antwort schreiben
Antworten
" Aber daran trägt das DaWanda-Team keine Schuld"
Naja, wenn du in nem Start-Up-Dorf wie Berlin deine halbe Belegschaft freistellst, brauchst du dich doch nicht zu wundern, wenn dies in der Szene die Runde macht - alleine schon weil Wettbewerber auf einmal Bewerbungen auf dem Tisch haben.
Insofern ist die Kommunikationsp anne natürlich selbstverschuld et.
Ihre Antwort schreiben
Antworten
Ihre Antwort schreiben
Antworten
Nun das Aus von Dawanda.
Wir haben Etsy erst mal als User besucht und mussten feststellen, das dies nicht die Plattform ist, wo wir in Zukunft verkaufen werden.
Sehr viele Popup Fenster wurden vom Browser blockiert und die Freigabe der Datennutzung und -auswertung geht uns einfach zu weit. Das hat uns schon als User abgeschreckt.
Wir mussten daher die Weitergabe unserer Daten von Dawanda zu Etsy verbieten.
Wir sind erst seid 6 Monaten im Onlinehandel tätig und werden uns nun auf unsere eigene Plattform konzentrieren.
Zum Glück ist der Onlinehandel nicht unser Kerngeschäft, dann würden wir die Segel streichen.
Ihre Antwort schreiben