Bisher war es US-Bundesstaaten nur gestattet, Umsatzsteuer von Händlern einzusammeln, wenn sie eine physische Präsenz in dem betreffenden Staat hatten. Doch der Supreme Court der USA hat dieses Gesetz gekippt – die großen Online-Händler bekommen erste Auswirkungen dieser Entscheidung bereits zu spüren.
Mit einer knappen Mehrheit von fünf zu vier Stimmen hat der Oberste Gerichtshof der USA ein Gesetz gekippt, dem es US-Bundesstaaten untersagte, Umsatzsteuern von Händlern einzufordern, wenn sie über keine physische Präsenz – etwa in Form von Filialen – in dem Bundesstaat verfügten. Diese Regelung kam vor allem den Online-Händlern entgegen, die so in vielen Fällen der Steuerzahlung entgingen. Bei den Bundesstaaten und stationären Händlern sorgte das Gesetz aber für Frust.
Die Richter des Supreme Court werteten die Regelung, die in einem Rechtsstreit 1992 gerichtlich bestätigt worden war, als „unvernünftig und inkorrekt“, wie Retail Dive berichtet. Welche Auswirkungen die Entscheidung des Obersten Gerichtshofs langfristig haben wird, sei bisher noch nicht absehbar. Die US-Bundesstaaten könnten VentureBeat zufolge aber möglicherweise Milliarden an Umsatzsteuern von Online-Händlern eintreiben – von bis zu 13 Milliarden US-Dollar an Steuermehreinnahmen spricht ein Regierungsbericht.
Kommentar schreiben