Produktfälschungen verursachen Milliardenschäden – keine Besserung in Sicht

Veröffentlicht: 07.06.2018
imgAktualisierung: 07.06.2018
Geschrieben von: Tina Plewinski
Lesezeit: ca. 2 Min.
07.06.2018
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Produktfälschungen sind eine Plage für den seriösen Handel. Eine Studie belegt nun die Schäden, die Plagiate verursachen.


Manchmal lassen sich Fälschung und Original mit bloßem Auge kaum noch erkennen – so weit haben sich die Produktfälscher schon spezialisiert. Den Schaden tragen dabei nicht nur die seriösen Händler und Hersteller.

Apfel mit falschem Spiegelbild
© Alexander Sviridov – shutterstock.com

60 Milliarden Euro – so groß ist der Schaden, der europäischen Firmen im Jahr durch Produktpiraten entsteht. Die Größe der Umsatzausfälle hat das Amt der Europäischen Union für geistiges Eigentum (EUIPO) errechnet.

Betrachtet man den Pro-Kopf-Schaden der EU-Bürger, so wird deutlich, dass nicht nur die seriösen Unternehmen und Hersteller auf dem EU-Binnenmarkt von der Plagiatsschwemme betroffen sind: Denn wie der Bericht weiter zeigt, soll jeder Einwohner im Schnitt einen Verlust von 116 Euro im Jahr tragen. In Deutschland seien die Schäden sogar noch etwas geringer: Hierzulande liegen die Verluste bei 8,3 Milliarden Euro, wodurch ein Pro-Kopf-Schaden entsteht, der im Schnitt bei 103 Euro liegt.

Plagiate: Schäden werden wohl wachsen

Im Zuge der Zahlen verwies die Behörde auch gleichzeitig auf die durchaus guten Umstände, mit denen es die Produktfälscher aktuell am Markt zu tun haben: „Milde Urteile und hohe Kapitalrenditen sind Anreize für kriminelle Banden, sich an Fälschungsaktivitäten zu beteiligen“, zitiert W&V die EU-Agentur.

Das heißt jedoch auch, dass die Prognosen für Hersteller nicht gerade glänzend aussehen: Wettbewerbsschützer gehen demnach davon aus, dass es künftig noch höhere Verluste geben wird. „Bis zu 85 Milliarden Euro könnten den Produzenten durch die Schattenwirtschaft mit Fälschungen entgehen. Während sich die Fälscher professionalisierten, werde auch die Bandbreite gefälschter Produkte größer“, schreibt W&V weiter.

Neben Luxusgütern greifen Produktpiraten auch zu markenrechtlich geschützten Waren aus anderen Bereichen. Grundsätzlich gehören laut Analyse von 13 Branchen insbesondere Lederprodukte und Uhren, aber auch Kosmetikartikel, Parfümeriewaren sowie Schuhe und Tabakerzeugnisse zu den Top-Plagiaten. Diese finden ihren Weg „über Routen aus Albanien, Marokko und der Ukraine“ in die Europäische Union.

Veröffentlicht: 07.06.2018
img Letzte Aktualisierung: 07.06.2018
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Tina Plewinski

Tina Plewinski

Tina fokussiert sich auf Amazon, Marketingstrategien und digitale Plattformen – inklusive der Schattenseiten wie Online-Kriminalität.

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Marcus
07.06.2018

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Hallo Zusammen,

einer dieser Gründe liegt bei FBA Amazon Versand. Es werden von ausländischen Firmen in Deutschland Ware eingelagert ohne Prüfung. Diese Artikel haben fast zu 90% keine Zertifizierung. Bedeutet KEIN CE, KEIN WEE bei Elktro, Keine Verpackungsgebü hren, Eventuelle Giftstoffe in den Beuteln der Aussenverpackun g und dazu kommt noch das die Kopien einfach eingelagert werden ohne das die Ware am Lager geprüft wird. Jeder Onlinehändler der Ware aufnimmt steht in der Verantwortung diese Ware zu prüfen, Ob alle Zertifizierunge n gegeben sind und ob es sich um ein Plagiate handelt. Amazon muss dies nicht, weil es sich angeblich um Logistick handelt.